NEOS: Pflege braucht echten Systemwandel statt Schnellschüsse

Strolz / Loacker: „Wir müssen uns zur mobilen Pflege bekennen, die Pflegedienste dezentral organisieren und endlich für bundesweit einheitliche Standards sorgen.“

Wien (OTS) - „In den kommenden Jahrzehnten werden sich sowohl die Bevölkerungsstruktur als auch die Familienstrukturen in Österreich stark verändern, die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird weiter ansteigen. Das macht eine umfassende Reform des derzeitigen Pflegesystems dringend notwendig. Dafür braucht es aber langfristige Lösungen und keine undurchdachten Schnellschüsse“, erklärt NEOS-Vorsitzender Matthias Strolz heute ihm Rahmen einer Pressekonferenz. „Ja, der Pflegeregress in seiner derzeitigen Form ist inakzeptabel - vor allem auch deshalb, weil er in jedem Bundesland anders geregelt wird. Das stellt oft Familien mit Familienmitgliedern in unterschiedlichen Bundesländern vor zynische Entscheidungen. Aber ihn  ohne seriöse Gegenfinanzierung und Gesamtkonzept abzuschaffen, ist grob fahrlässig und einzig und allein dem Vorwahlkampf geschuldet,“ so Strolz. NEOS haben daher ein Konzept für einen echten und nachhaltigen Systemwandel in der Pflege erarbeitet, das bei den Menschen, die pflegebedürftig sind, und ihren Familien ansetzt.

„Das Pflegesystem in der aktuellen Ausprägung gehört umfassend reformiert. Es gleicht weiterhin einem Fleckerlteppich mit sehr unterschiedlichen Qualitätsstandards, Regelungen und Kostenbeteiligungen in den Einzelnen Bundesländern,“ zeigt NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker die tiefgreifenden Probleme des derzeitigen Pflegesystems auf. Große Pflegeheime seien zudem die ineffizienteste und schlechteste Form um pflegebedürftige Menschen zu betreuen. „Die allermeisten von ihnen haben vor allem einen Wunsch: möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben und gut leben zu können. Wir brauchen daher ein klares Bekenntnis zu mobiler Pflege. Wir wollen keine neuen Bettenburgen bauen, sondern den vollen Fokus auf dezentrale Lösungen setzen“, fordert Loacker. Dazu gehöre auch die Pflegedienste dezentral zu organisieren. „Die Verantwortung für die Erbringung der persönlichen und praktischen Unterstützung sowie entsprechender Räumlichkeiten muss bei den Gemeindeverwaltungen liegen“, so der NEOS-Sozialsprecher, der zugleich eine bundesweite Vereinheitlichung der Qualitätsstandards und Personalverteilung fordert: „Die Pflege für den Vorwahlkampf zu missbrauchen ist gegenüber den unzähligen Betroffenen in diesem Land unverantwortlich. Arbeiten wir endlich gemeinsam für eine umfassende Reform des Pflegesystems - das Konzept der NEOS liegt auf dem Tisch!“

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