AK: Mehr Klarheit bei Verfolgung von Scheinfirmen

Baustellendatenbank muss kommen. Verpflichtende Registrierung von Firmen auf öffentlichen Baustellen würde Kontrollen erleichtern

Wien (OTS) - Immer wieder muss die AK nicht gezahlte Löhne für Bauarbeiter einklagen. Aktuell geht es um acht Männer aus Rumänien, die möglicherweise bei einer Scheinfirma angemeldet worden sind. „Nicht gezahlte Löhne, nicht gezahlte Sozialabgaben: Gerade im Baubereich tauchen immer wieder dubiose Firmen auf, die am Ende die Beschäftigten um ihr Geld und ihre Sozialversicherung bringen. Und das sorgt für immer mehr Druck auf die korrekt arbeitenden Firmen und auf Löhne und Arbeitsbedingungen am Bau“, sagt AK Direktor Christoph Klein. Deshalb fordert die AK weiter schärfere Kontrollen.  „Damit die Behörden Baustellen gezielter und effektiver überprüfen können, brauchen sie die Daten der dort tätigen Firmen. Deshalb müssen zumindest alle Firmen, die im Zusammenhang mit einem öffentlichen Auftrag tätig werden, in einer Online-Datenbank verpflichtend gemeldet werden“, so Klein. Diese Online-Baustellendatenbank gibt es schon bei der Bauarbeiter-Urlaubskasse (BUAK). „Eine verpflichtende Meldung der beteiligten Firmen durch die öffentlichen Auftraggeber muss mit dem Vergabegesetz beschlossen werden“, fordert Klein. „Die Chance dafür wurde erst vor kurzem verpasst, weil sich die Regierung nicht einigen konnte. Im Herbst muss das dringend kommen.“ 

 Denn oft können Auftraggeber, die für nicht gezahlte Löhne haften müssen, nicht ausfindig gemacht werden. Das gilt umso mehr, wenn es sich um eine Firma aus dem Ausland handelt.Die Zahlen der BUAK zeigen, dass dringend Handlungsbedarf besteht, zum Schutz der hiesigen Unternehmen und zum Schutz aller Beschäftigten am Bau“, so Klein weiter. Bei den 7.300 inländischen Firmen, die im Vorjahr von der BUAK (Bauarbeiter-Urlaubskasse) kontrolliert wurden, gab es nur 66 Beanstandungen. Bei den 1600 ausländischen Firmen hingegen 700.

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