Korosec zu Arbeitslosigkeit bei den Älteren: „Dringend Maßnahmen gefordert!“

Seniorenbund-Präsidentin: „Trend ist erschütternd“

Wien (OTS) - Angesichts der alarmierend hohen Arbeitslosigkeit bei den Menschen über 50 Jahre fordert Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, dringend Maßnahmen, die über die soeben gestartete „Aktion 20.000“ hinausgehen.
Für den Juni 2017 weist die Arbeitslosenstatistik des AMS bei der Gruppe von Arbeitssuchenden über 50 Jahren ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres aus. Bei Menschen mit Beeinträchtigung ist die Arbeitslosigkeit sogar um 6,3 Prozent gestiegen.
„Personen ab 50 Jahren können nach dem Verlust des Arbeitsplatzes kaum wieder eine Beschäftigung bekommen. Mehr als die Hälfte der knapp 100.000 arbeitslos vorgemerkten Personen in diesem Alter hat schon mehr als zwölf Monaten keine nachhaltige Beschäftigungsaufnahme. Diese Gruppe hat innerhalb eines Jahres um zehn Prozent zugenommen“, zeigt sich Korosec erschüttert.
Es sei „extrem bedauerlich“, dass die erfolgreiche Trendwende auf dem österreichischen Arbeitsmarkt bei den 50+ einfach nicht ankomme, mehr noch: „Es handelt sich um zwei Trends, die vollkommen gegenläufige Tendenzen zeigen. Das ist erschütternd. Die Generation 50+ gerät damit mehr und mehr ins Abseits – und das vollkommen ohne eigenes Verschulden“, erklärte die Seniorenbund-Präsidentin.
Die Lösung des Problems könne, so Korosec, nur in der „Intensivierung der Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit bei den Älteren sein. „Neben der Aktion 20.000 bedarf es weiterer, parallel laufender Stützungsmaßnahmen, mit dem Ziel, dass auch die Arbeitslosen der Generation 50+ die relativ gute Konjunkturlage endlich zu spüren bekommen“, fordert Korosec.

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