Ergebnispräsentation zur Initiative GEMEINSAM.SICHER in Österreich

Sicherheitspartnerschaften als Erfolgsfaktor für bürgernahe Polizeiarbeit

Wien (OTS) - Der Echtbetrieb der BMI - Initiative „GEMEINSAM.SICHER in Österreich“ startete mit 1. Juni 2017 in ganz Österreich. Ausgewählte Polizistinnen und Polizisten arbeiten künftig noch enger mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern von Organisationen, Institutionen und Behörden zusammen. Zuvor wurden in den vergangenen Monaten Pilotprojekte in ausgewählten Bezirken Österreich durchgeführt. Die Ergebnisse aus diesen Probebezirken wurden evaluiert, die Schlüsse daraus für das laufende Roll-Out gezogen und nun gemeinsam mit der Personalvertretung präsentiert.

Die Initiative startete im April 2016 mit Pilotprojekten in den Bezirken Schärding und Mödling sowie in Eisenstadt, Graz und seit Sommer 2016 auch in Wien.  Ziel von GEMEINSAM.SICHER in Österreich ist, Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung der öffentlichen Sicherheit in ihrer Gemeinde oder Stadt mitwirken sowie den Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung und der Polizei zu verbessern. Laut dem Evaluierungsbericht sagt die Mehrheit der befragten Polizistinnen und Polizisten (75,8 % im ländlichen Raum, 69,2 % im städtischen Raum), dass bürgernahe Polizeiarbeit, in der Städten und am Land erfolgreich angewendet werden kann. „Mit GEMEINSAM.SICHER in Österreich können wir Straftaten verhindern und das Sicherheitsvertrauen erhöhen. Sicherheitspartnerschaften sind die richtigen Antworten auf die aktuellen Herausforderungen“ so Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka.

Die interne Evaluierung – durchgeführt von externen, internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Fachgebieten Kriminologie und Sozialwissenschaften - in den Probebezirken hat bestätigt, dass die Initiative GEMEINSAM.SICHER in Österreich insbesondere bei jenen Polizistinnen und Polizisten Akzeptanz findet, welche bereits zum frühest möglichen Zeitpunkt in die Initiative eingebunden waren (91,3 %). Die Mehrheit aller Polizistinnen und Polizisten – 88,5% - verfügen über Wissen über die Initiative.

Bürgernahe Polizeiarbeit – so die Philosophie von GEMEINSAM.SICHER in Österreich – wurde von fast allen Befragten (93,2 %) der Probebezirke als zentraler und notwendiger Bestandteil einer erfolgreichen, zeitgemäßen Polizeiarbeit gesehen. Anwendungsgebiete bürgernaher Polizeiarbeit liegen im Bereich von Wohngebieten, Bildungseinrichtungen, sozialen Einrichtungen, im öffentlichen Raum sowie in der Verminderung subjektiver Ängste.

Der Projektverantwortliche von GEMEINSAM.SICHER in Österreich, GenMjr Gerhard LANG, sieht das Evaluierungsergebnis gemäß der Formel „E = Q x A“  (Erfolg = Qualität x Akzeptanz) und daher als dezidierten Auftrag zur umfassenden Einbindung aller Kolleginnen und Kollegen der österreichischen Exekutive.

Nach der Präsentation der internen Evaluierungsergebnisse gemeinsam mit der Personalvertretung war man sich einig -  Ziel muss es sein, dass sich letztendlich jede Polizistin und jeder Polizist neben ihrer bzw. seiner repressiven und präventiven Tätigkeiten zukünftig auch als Sicherheitsbeauftragter (in den Polizeiinspektionen) fühlt und dies auch tagtäglich entsprechend lebt.

Mehr dazu: www.gemeinsam.sicher.at

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