Misteltherapie: Zusatzangebote für Krebspatienten sichern!

Rohrer: Einstimmiger Landtagbeschluss fordert den Erhalt zusätzlicher Therapieangebote für Patientinnen und Patienten in Kärnten.

Klagenfurt (OTS) - „Der in der heutigen Landtagssitzung einstimmig gefasste Beschluss für den Erhalt der Misteltherapie ist ein klares Signal: Die Abgeordneten zum Kärntner Landtag unterstützen alle Krebspatienten und kämpfen für die Weiterfinanzierung von zusätzlichen Therapien“, zeigt sich die Bereichssprecherin für Frauen und Familie, SPÖ-Landtagsabgeordnete Waltraud Rohrer, angesichts der Geschlossenheit erfreut – und unterstreicht die Wichtigkeit der Misteltherapie:
„Eine Krebsdiagnose ist neben den massiven körperlichen Symptomen auch immer mit Ängsten, Stress und seelischer Belastung verbunden. Darum ist es unsere Aufgabe, ein breites Unterstützungsangebot für alle Betroffenen sicherzustellen, damit die körperlichen und psychischen Auswirkungen der Krankheit bestmöglich bekämpft werden können“, verdeutlicht Rohrer.

„Dass den Kärntnerinnen und Kärntnern diese Leistung der GKK nach zehn Jahren mit 1. März 2017 plötzlich vorenthalten wird – während sie in der Steiermark und in Ober- und Niederösterreich weiterhin übernommen wird – ist für uns nicht hinnehmbar. Den geringen Einsparungen für die GKK von rund 70.000 Euro jährlich steht ein massiver Verlust an Lebensqualität für die Patientinnen und Patienten gegenüber. Das trifft vor allem jene, die sich die Therapie selbst nicht leisten können“, betont Rohrer, die ausdrücklich vor einer zwei-Klassen-Medizin warnt und auf die Einschätzung von Dr. Mario Mayrhoffer verweist: Die Misteltherapie erhöht deutlich die Lebensqualität der Krebspatientinnen und Krebspatienten.

Das bestätigen auch die direkten Rückmeldung seitens der Betroffenen: „Die Misteltherapie als komplementärmedizinische Maßnahme wird als förderlich bei der Stärkung der Abwehrkräfte, Anregung des Appetits und Aufhellung der Stimmung empfunden. Das ist somit kein Eingriff in medizinische Entscheidungen, der politisch festlegen würde, wie Krebs behandelt werden soll. Sondern wir kämpfen für die Erhaltung einer zusätzlichen Therapie, die unterstützend wirkt und den Betroffenen subjektiv Erleichterung in dieser äußerst schwierigen Lebensphase verschafft“, präzisiert Rohrer.
Zudem wurde von der GKK Kärnten bereits in der Vergangenheit im Einzelfall genau geprüft, bevor die Kosten für eine Misteltherapie übernommen wurden. Dieses System soll weiter beibehalten werden. 

„Die Aufgabe der Politik ist es, mit aller Kraft die Bedürfnisse der Menschen im Land zu vertreten – der Jungen und Alten, der Frauen und Männer, der Gesunden und Kranken. Dass hier auf Kosten schwer erkrankter Kärntnerinnen und Kärntner Einsparungen durchgesetzt werden sollen, ist ungerecht und unsozial. Wir setzten uns darum entschlossen für die Rechte der Patienten in Kärnten ein“, schließt Rohrer.

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