Wirtschaftskammer: Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft neu ist wichtige Stärkung der Eigenkapitalfinanzierung für KMU

Generalsekretärin Hochhauser: Österreich hat deutlichen Rückstand bei Beteiligungsfinanzierung – Interesse der Betriebe an alternativen Finanzierungen sehr groß

Wien (OTS) - Der heutige Beschluss des Nationalrates über das Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften-Gesetz ist ein wichtiger Erfolg für die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Damit konnten wir eine zentrale Forderung im Bereich KMU-Finanzierung durchsetzen. Österreich weist im europäischen Vergleich seit vielen Jahren einen deutlichen Rückstand in der Beteiligungsfinanzierung (Private Equity und Venture Capital) auf – das, obwohl bei den Betrieben großes Interesse an alternativen Finanzierungen herrscht, wie auch die aktuelle Finanzierungsumfrage von WKÖ und aws wieder zeigt“, betont dazu die WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser.

 Die neuen attraktiven Rahmenbedingungen für Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften bringen einen verbesserten Zugang zu Eigenkapital für kleine und mittelständische Unternehmen in der Gründungs- und Wachstumsphase. Zudem wird die Finanzierung von Innovationen erleichtert. „Dadurch werden Finanzierungslücken insbesondere für innovative, rasch wachsende Betriebe geschlossen“, streicht Hochhauser hervor.

 Die geplanten Maßnahmen sind eine positive Ergänzung bestehender Finanzierungen. Steuerliche Anreize, wie sie auch in einigen anderen europäischen Ländern angeboten werden, sind eine erfolgversprechende Maßnahme, um Eigenkapitalfinanzierungen zu mobilisieren.

 „Der heutige Beschluss ist ein weiterer Schritt zur Stärkung der Risikokapitalfinanzierung für mehr Wachstum in Österreich. Bereits seit Anfang des Jahres können Investoren, die in junge innovative Unternehmen investieren, die Risikokapitalprämie beantragen“, so Hochhauser.

 Sehr positiv ist die Resonanz auch in der Jungen Wirtschaft (JW): „Schon seit langem setzen wir uns dafür ein, dass private Kapitalgeber steuerliche Incentives erhalten, wenn sie in heimische Unternehmen investieren. Denn gerade für junge Selbstständige ist eine gute Kapitalausstattung ein wichtiger Faktor für den langfristigen Unternehmenserfolg. Wir hoffen, dass diesem wichtigen Reformschritt noch weitere - Stichwort Beteiligungsfreibetrag - folgen, um privates Investment in österreichische Unternehmen attraktiver zu gestalten“, freut sich JW-Vorsitzende Amelie Groß. (PWK561/SR/ES)

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