Ärztekammer: Kollektivvertragsverhandlungen für Privatkrankenanstalten erfolgreich abgeschlossen

Endlich gesicherte Mindestgehälter für alle Ärztegruppen - Weismüller: „Konnten unsere grundsätzlichen Forderungen durchsetzen“

Wien (OTS) - Die Verhandlungen der Wiener Ärztekammer und der Gewerkschaft vida mit dem Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs konnten nach einem halben Jahr endlich abgeschlossen werden. Erstmals ist es gelungen, ein eigenes Ärzteschema für alle Ärztinnen und Ärzte in Akutkrankenanstalten in den Kollektivvertrag mitaufzunehmen. „Dadurch gibt es endlich gesicherte Mindestgehälter für alle Ärztegruppen“, betont Wolfgang Weismüller, Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien. ****

Weismüller bezeichnete das Ergebnis aus Sicht der Ärzteschaft – in Wien betroffen sind die das Evangelische Krankenhaus, die Häuser der PremiQaMed/Uniqa (Privatklinik Döbling, Privatklinik Josefstadt, Goldenes Kreuz), das Rudolfinerhaus, die Wiener Privatklinik, das Anton-Proksch-Institut sowie das Haus der Barmherzigkeit - als „mehr als respektabel“.

Deutliche Gehaltserhöhungen in Bezug auf das alte Schema der Rehabilitationskliniken konnten demnach für die Ärztinnen und Ärzte in Basisausbildung (+ 13 Prozent), die Allgemeinmediziner (+ ca. 4,7 Prozent) und die Fachärzte (+ ca. 2,8 Prozent) erreicht werden. In Akutkrankenanstalten gibt es zudem noch Zulagen. Allgemeinmediziner in diesen Häusern beginnen von nun an mit ungefähr 4.000 Euro Einstiegsgehalt und Fachärzte mit ungefähr 5.000 Euro. Auch die Nachtdienstzulagen wurden um 15 Prozent erhöht und betragen nunmehr 120 Euro. Zudem wurde der „Papamonat“ als Rechtsanspruch im Kollektivvertrag verankert.

„Alles in allem ist dieser Erfolg aber nur ein erster Schritt in die richtige Richtung, dem noch viele folgen werden müssen“, stellt Weismüller klar. Der Abschluss gilt nur für kurze Zeit, nämlich bis 31. März 2018. Für die nächsten Verhandlungen im kommenden Jahr bedürfe es daher umfangreicher Vorbereitungen und Berechnungen, die die Ärztekammer gemeinsam mit der Gewerkschaft und den Betriebsräten in den Häusern im Herbst 2017 in Angriff nehmen werde, so Weismüller.

Bis dahin ist für Ärztinnen und Ärzte in Rehabilitationskliniken auch bei Überzahlung über den Kollektivvertrag vereinbart, dass sie eine garantierte Erhöhung von 1,5 Prozent erhalten. Auch für alle anderen Häuser wird empfohlen, die Gehälter aller Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2017 um zumindest 1,5 Prozent anzuheben. (ast)

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