Heinisch-Hosek zu Quoten: Wir setzen den Plan A für Frauen um

Mehr Frauen an die Spitze – Novelle der Privatinsolvenz bietet zweite Chance bei Verschuldung

Wien (OTS/SK) - „In der Frauenpolitik braucht es einen langen Atem. Wichtige Forderungen des Plan A für Frauen werden Schritt für Schritt erfüllt. Die 30-Prozent-Quote für Aufsichtsräte wird vielen Frauen den Weg an die Spitze ebnen“, freut sich SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek über den gestrigen Beschluss im Nationalrat. Unter #JaZuQuoten haben die SPÖ-Frauen schon am Montag im Rahmen einer Veranstaltung mit der deutschen Frauen-Staatssekretärin Elke Ferner zur Unterstützung aufgerufen. „Das große Interesse und der Optimismus der TeilnehmerInnen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“. ****

In börsennotierten Gesellschaften und in Gesellschaften mit mehr als 1.000 ArbeitnehmerInnen soll der Aufsichtsrat künftig zu mindestens 30 Prozent aus Frauen bestehen. Derzeit machen Frauen in den Aufsichtsräten heimischer Unternehmen nur 18 Prozent der Mitglieder aus. „Die Quote wirkt. Das zeigen die staatsnahen Unternehmen. Dort sind bereits 40,3 Prozent Frauen in Aufsichtsräten“, so Heinisch-Hosek.

„Mehr Gleichstellung im Unternehmen hat viele positive Effekte: Gemischte Teams bringen bessere wirtschaftliche Erfolge. Frauen in Führungspositionen ziehen andere nach“, betonte die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende. „Wir haben lange für dieses Gesetz gekämpft, daher ist die Freude groß“, so Heinisch-Hosek.

Zwtl.: Novelle der Privatinsolvenz hilft Frauen

Als sehr wichtig für Frauen bezeichnete Gabriele Heinisch-Hosek auch die Novelle der Privatinsolvenz, die ebenfalls gestern beschlossen wurde. Damit wird eine Entschuldung statt wie bisher erst nach sieben Jahren nach fünf Jahren möglich sein. Außerdem entfällt die Mindestquote von 10 Prozent komplett. „Diese neue Regelung wird vor allem den Frauen helfen, da wir wissen, dass es bisher diesen regelmäßig schwerer fällt, bei gleich hohen Schulden die Restschuldbefreiung zu erlangen. Bei Bürgschaften sind insbesondere sehr häufig Frauen betroffen, die dann als Alleinerzieherinnen massiv in der Schuldenfalle stecken. Nun bekommen sie eine zweite Chance“, so Heinisch-Hosek. (Schluss) sc/mp

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