Greenpeace: Immer mehr österreichische Gemeinden sagen Nein zu Glyphosat

Niederösterreich, Kärnten und Vorarlberg sind Spitzenreiter

Wien/Bundesländer (OTS) - Immer mehr Gemeinden in Österreich verzichten auf den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat. Seitdem Greenpeace vor einigen Wochen einen Überblick zur Glyphosat-Nutzung von Gemeinden veröffentlicht hat, wurden 1.080 BürgermeisterInnen von Menschen aus ganz Österreich über die Website der Organisation zu einem Glyphosat-Stopp aufgefordert. Mittlerweile sind 340 der 2.100 österreichischen Gemeinden glyphosatfrei. Dabei gibt es starke Unterschiede zwischen den verschiedenen Bundesländern. Am besten schneiden Niederösterreich, Kärnten und Vorarlberg ab. Greenpeace fordert Landwirtschafts- und Umweltminister Rupprechter auf, sich endlich zu positionieren.

„Das Zeitalter von Glyphosat geht zu Ende. 340 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in ganz Österreich haben das bereits erkannt und das Pflanzengift aus den Parks und von den Spielplätzen ihrer Gemeinde verbannt“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher von Greenpeace in Österreich. Ein Bundesländer-Vergleich von Greenpeace zeigt, wer in Sachen Glyphosat-Freiheit anteilsmäßig die Nase vorn hat und wo noch besonders viel Aufholbedarf ist. Spitzenreiter ist Niederösterreich, wo bereits 232 Gemeinden im eigenen Wirkungsbereich auf Glyphosat verzichten. Das entspricht 40,5 Prozent. Dahinter kommen Kärnten mit 15 Prozent (20 Gemeinden), Vorarlberg mit 14,5 Prozent (14 Gemeinden), das Burgenland mit 13,5 Prozent (23 Gemeinden) und Salzburg mit 11 Prozent (13 Gemeinden). Schlusslichter sind Oberösterreich mit 4,5 Prozent (20 Gemeinden) und Tirol, wo nur 2 Prozent der Gemeinden auf Glyphosat verzichten (6 Gemeinden) Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf das Pflanzengift.

Theissing-Matei: „Immer mehr österreichische Gemeinden warten nicht auf ein dringend notwendiges Glyphosat-Verbot von oben, sie handeln. Landwirtschafts- und Umweltminister Rupprechter sollte sich ein Beispiel an ihnen nehmen.“ Im Herbst fällt die Entscheidung über die Zukunft von Glyphosat in Europa. „Minister Rupprechter kann sich der Verantwortung nicht länger entziehen. Derzeit erklärt er sich für nicht zuständig, obwohl er als Landwirtschafts- und Umweltminister klar politisch verantwortlich ist. Das ist absolut inakzeptabel“, so Theissing-Matei. In Kalifornien ist Glyphosat mittlerweile als krebserregend eingestuft. „Während in Kalifornien bald Krebs-Warnhinweise auf Glyphosat-Produkten zu finden sein werden, plant man in Europa blauäugig eine weitere Zulassung des Pflanzengifts. Minister Rupprechter muss jetzt einschreiten“, so Theissing-Matei.

Alle Gemeinde-Ergebnisse können Sie abfragen unter:
https://glyphosat.greenpeace.at

Die interaktive Glyphosat-Landkarte von Greenpeace finden Sie hier:
https://landwirtschaft.greenpeace.at/glyphosat-gemeinde-ergebnisse/
Die Karte zum Abdruck (inkl. regionaler Varianten) finden Sie hier:
http://bit.ly/2qUhbJx

Die Greenpeace-Analyse zum Glyphosat-Einsatz von Gemeinden (Stand 6. Juni) finden Sie hier: http://bit.ly/2ru1ac1

Rückfragen & Kontakt:

Sebastian Theissing-Matei
Landwirtschaftssprecher
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 61 03 995
E-Mail: sebastian.theissing@greenpeace.org

Nora Holzmann
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 61 03 998
E-Mail: nora.holzmann@greenpeace.org

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