Jank: Bildungsreform ist Paket zur Stärkung der Autonomie

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die vorliegende Bildungsreform ist ein Paket zur Stärkung der Autonomie an den Schulstandorten, das auch mehr Transparenz in die Schulverwaltung bringt. Das stellte heute, Mittwoch, ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank anlässlich der Debatte im Nationalrat fest.

Jank ging anschließend auf die Eckpunkte der Schulverwaltung ein:

o Mit der Abschaffung der Landesschulräte und der Einführung der Bildungsdirektion als neue Bund-Länder Behörde sichern wir eine gemeinsame Steuerung von Bundes- und Landesschulen. An der Spitze der Behörde steht der Bildungsdirektor mit einem klaren Anforderungsprofil und einer klaren Aufgabenzuteilung.
o Alle Lehrerinnen und Lehrer der Bundes- und Landesschulen werden künftig gemeinsam über das Bundesrechenzentrum abgerechnet, was die „Transparenz fördert“, so Jank.
o Sonderschulen bleiben erhalten, die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs wird aber bei der Bildungsdirektion angesiedelt.
o Durch den Erhalt von Kleinstschulen „wollen wir die Lebensqualität in ländlichen Gebieten für Familien erhalten“.
o „Die vorgesehene Regelung der Modellregionen ist ein Ermöglichungspaket. Das Gymnasium wird nicht abgeschafft“, wies Jank darauf hin, dass die Modellregionen nur dann entstehen können, wenn Eltern und Lehrer/innen am Standort mit einem klar geregelten Mehrheitssystem einer Modellregion auch zustimmen.

Ein wesentlicher Teil dieser Bildungsreform sei aber die Stärkung der Eigenverantwortung von Schulleitern und Lehrer/innen vor Ort im Rahmen des sogenannten Autonomiepakets: Eröffnungs- und Teilungszahlen werden künftig in die Verantwortung des Schulleiters übertragen, der künftig im Einvernehmen mit den Schulpartnern auch die Klassenschülerzahl festlegt. „Ansonsten liegt die Entscheidung bei der Bildungsdirektion, die ihre Entscheidung wiederum im Einvernehmen mit der Personalvertretung treffen muss“, erläuterte Jank. Insgesamt dürfe aber pro Bundesland eine durchschnittliche Klassenschülerzahl von 25 nicht überschritten werden. „Zudem öffnen wir die 50-Minuten-Stunde; Schulen können autonom entscheiden, wie Unterrichtseinheiten zeitlich zusammengefasst werden“, unterstrich Jank.

Auch die Schulpartner bekommen neue Rechte; sie sind beispielsweise im Beirat der neuen Bildungsdirektion verankert. „Und für die Schüler bedeutet die Reform, dass der Unterricht spannender, projektbezogener und individueller gestaltet werden kann“, so Jank weiter. Lehrer/innen wiederum können - ohne den bürokratischen Aufwand eines Schulversuchs - ihren Unterricht zukünftig flexibel und auf die Bedürfnisse der Schüler abgestimmt gestalten. Schulleiter wiederum erhalten die Möglichkeit, ihren Schulstandort pädagogisch weiterzuentwickeln und ein flächendeckend attraktives Bildungsangebot sicherzustellen.

Die Bildungssprecherin wünscht zudem allen Lehrer/innen und Schüler/innen für die bevorstehenden Ferien viel Erholung und ein gutes neues Schuljahr mit einer neuen Schulverwaltung.
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