- 28.06.2017, 13:03:10
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Rasinger: Rückgrat der Versorgung bleibt der Hausarzt
ÖVP-Gesundheitssprecher: Jede Gemeinde soll Zugang zu hausärztlicher Versorgung haben
Utl.: ÖVP-Gesundheitssprecher: Jede Gemeinde soll Zugang zu
hausärztlicher Versorgung haben =
Wien (OTS) - Die Primärversorgung ist ein Zusatzangebot und nicht als
Systemwechsel in Richtung holländisches oder englisches System zu
verstehen. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg.
Dr. Erwin Rasinger anlässlich der Debatte zum
Gesundheitsreformumsetzungsgesetz im Nationalrat. "Der Hausarzt ist
und bleibt für die ÖVP aber das Rückgrat der medizinischen
Versorgung."
"Die ÖVP will den Hausarzt aufwerten und keinesfalls ersetzen. In
Österreich gibt es 4.000 Hausärzte, die jährlich 65 Millionen
Patientenkontakte haben. Jeder Österreicher geht etwa achtmal pro
Jahr zum Hausarzt. 94 Prozent schätzen den Hausarzt sehr. Österreich
hat also ein Weltklasse- Gesundheitssystem, aber man soll auch Neues
zulassen", so Rasinger, selbst seit 33 Jahren Hausarzt.
"Wir brauchen ein niederschwelliges System, das sich für ältere,
gebrechliche Menschen einsetzt, denn diese haben nicht immer ein Auto
und brauchen eine Betreuung in Wohnortnähe", unterstreicht Rasinger
die Wichtigkeit der Hausärzte. Für jede Gemeinde soll eine
hausärztliche Betreuung zur Verfügung stehen.
"Über der Versorgung mit Hausärzten schwebt allerdings eine
'Gewitterwolke'", verwies Rasinger auf den drohenden Hausärztemangel.
50 Prozent der Hausärzte werden in den nächsten zehn Jahren in
Pension gehen. "Wir brauchen aber dringend ausreichend gute Ärztinnen
und Ärzte mit Empathie und Erfahrung, die auch Zeit für ihre
Patienten haben." Neben dem Primärversorgungsgesetz bedürfe es daher
vieler weiterer Maßnahmen wie beispielsweise einer Attraktivierung
der Ausbildung in den Spitälern, eine Sicherstellung der Finanzierung
von Lehrpraxen sowie eine bessere Honorierung. "Es kann nicht sein,
dass Hausärzte bis zu 40 Prozent weniger als Fachärzte verdienen", so
Rasinger.
"Wir wollen mit dem Gesetz die Zusammenarbeit aller verbessern", wies
Rasinger zudem auf die notwendige enge Kooperation mit allen
Beteiligten wie Sozialversicherung, Ärzte und Bund, aber auch der
betroffenen Berufsgruppen.
(Schluss)
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