Aktion 20.000: arbeit plus bittet die Nationalratsabgeordneten, in der morgigen Plenarsitzung ein starkes Zeichen zu setzen

In einem offenen Brief ersucht das Netzwerk aus 200 Sozialen Unternehmen die Parlamentarier*innen, Menschen über 50 eine Chance auf Teilhabe am Arbeitsmarkt zu geben.

Wien (OTS) - "Die Beschäftigungsaktion 20.000 ist ein erstes, wichtiges Signal an ältere Menschen ohne Arbeit. Wir bitten Sie daher eindringlich, dieser Gesetzesänderung ihre Zustimmung und damit Menschen über 50 Jahren eine Chance auf Teilhabe am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft zu geben." Mit diesen Worten wendet sich arbeit plus, das österreichweite Netzwerk von 200 Sozialen Unternehmen an die Abgeordneten im Nationalrat. Morgen, Donnerstag, kann der Nationalrat eine Gesetzesänderung im Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz (AMPFG) beschließen und somit grünes Licht für die Aktion 20.000 geben. Hier der Offene Brief, der gestern verschickt wurde, im Wortlaut:


Offener Brief zur Beschäftigungsaktion 20.000: „Setzen Sie ein starkes Zeichen für Teilhabe von älteren Menschen am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft“

Sehr geehrte Damen und Herren!

Am 29. Juni 2017 steht mit der Beschäftigungsaktion 20.000 eine Gesetzesänderung zur Abstimmung, die für viele Frauen und Männer in Österreich einen großen Unterschied machen kann. Zur Realisierung dieses wichtigen Vorhabens bitten wir Sie um Ihre Zustimmung!

Aktuell sind österreichweit 50.516 Menschen (Stand: April 2017) über 50 Jahre langzeitbeschäftigungslos. Das bedeutet, dass sie trotz Arbeitswillen und Arbeitsfähigkeit seit über einem Jahr keine Anstellung finden.

Mit dem Initiativantrag der Regierungsparteien betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz geändert wird (2169/A), bietet sich jetzt die Chance zumindest einem Teil dieser Menschen eine sinnvolle und gemeinnützige Beschäftigung in Gemeinden und gemeinnützigen Sozialen Unternehmen anzubieten.

Wir von arbeit plus, dem Netzwerk gemeinnütziger Sozialer Unternehmen in Österreich, arbeiten seit über 30 Jahren mit Menschen zusammen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Wie Sie wissen, bedeutet Langzeitarbeitslosigkeit immer eine hohe persönliche Belastung. Allerdings stehen Frauen und Männer über 50 Jahre vor einer ganz speziellen Situation: Denn die Realität zeigt leider, dass der Arbeitsmarkt in Österreich Menschen allein aufgrund ihres Geburtsdatums ausschließt und einen Wiedereinstieg erheblich erschwert. Für die Betroffenen bedeutet das neben Einkommensminderungen, auch den Verlust von Selbstwertgefühl und Teilhabemöglichkeiten.

Die Beschäftigungsaktion 20.000 ist ein erstes, wichtiges Signal an ältere Menschen ohne Arbeit. Wir bitten Sie daher eindringlich, dieser Gesetzesänderung ihre Zustimmung und damit Menschen über 50 Jahren eine Chance auf Teilhabe am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft zu geben.

Um die Aktion 20.000 nachhaltig erfolgreich umzusetzen, ist aus unserer Sicht neben Ihrer starken Stimme als Volksvertreterin und Volksvertreter, vor allem die Nutzung der regional vorhandenen Partnerschaften besonders wichtig. Unsere 200 gemeinnützigen Sozialen Unternehmen stehen Ihnen, den Gemeinden und regionalen Arbeitsmarktservices dabei mit ihrer über 30-jährigen Erfahrung bei der Begleitung, Beratung und Beschäftigung von langzeitarbeitslosen Menschen tatkräftig zur Seite.

Wir freuen uns auf einen weiteren Austausch mit Ihnen und stehen Ihnen mit unseren neun Landesnetzwerken jederzeit gerne für ein Gespräch oder für weitere Informationen zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Judith Pühringer, Geschäftsführerin arbeit plus

Manuela Vollmann, Vorstandsvorsitzende arbeit plus



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