- 27.06.2017, 10:44:44
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- OTS0069
Admiral-Tegetthoff-Denkmal am Praterstern wird generalsaniert
Fertigstellung für 2018 geplant
Utl.: Fertigstellung für 2018 geplant =
Wien (OTS) - Aufmerksamen Passantinnen ist es bereits aufgefallen:
Das weithin sichtbare Tegetthoff-Denkmal am Praterstern ist seit
Wochen eingerüstet. Seit seiner Errichtung vor 130 Jahren wurde das
Denkmal für den legendären österreichischen Marineadmiral noch keiner
grundlegenden Restaurierung unterzogen. Nun müssen in Folge
technischer und restauratorischer Befundungen notwendige
Instandsetzungsarbeiten vorgenommen werden. Die Kosten dafür belaufen
sich auf ca. 890.000 Euro, die Fertigstellung ist für 2018 geplant.
„Das Denkmal des Admirals Wilhelm von Tegetthoff am Praterstern
gehört zu den bedeutendsten historistischen Denkmälern Wiens“,
erläutert Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. „Mit seiner
imposanten Höhe von 22 Metern überblickt es die Praterstraße bis hin
zum Stephansplatz. Im Rücken des Denkmals befindet sich das
Nordbahnhofgelände, an dem derzeit ein ganz neuer, zukunftsträchtiger
Stadtteil errichtet wird. Das frisch restaurierte Denkmal wird nicht
nur den Praterstern, sondern auch die weitere Umgebung aufwerten“.
Zwt.: Die Restaurierung
Bereits im Vorjahr wurden die Ausschreibungen für
Baustelleneinrichtung und Gerüstung sowie die Arbeiten des Metall-
und Steinrestaurators durchgeführt. Für das heurige Jahr sind
Restaurierungsmaßnahmen an der Figur des Admirals, an den
Bronzeapplikationen der Säule, den sechs Schiffskielen sowie den
großen Quadrigen, die am Marmorsockel aufliegen, vorgesehen. Die
Metallrestauratorinnen entfernen dabei die schwarzen Krusten von den
Oberflächen, die grüne Patinierung des Metalls bleibt erhalten. Das
Team der Steinrestauratoren wird in der Folge Mitte des Sommers mit
der Arbeit am Kapitell und dem Säulenschaft aus rotem Granit
beginnen. Im kommenden Jahr sind die Restaurierung des Marmorsockels
sowie die Instandsetzungsmaßnahmen an der Stufenanlage geplant.
Zwt.: Das Denkmal
Ursprünglich geplant für den Platz vor der Votivkirche wurde es
1886 am Praterstern auf der Achse Heinestraße – Prater Hauptallee
errichtet. Der Entwurf für die Figuren und plastischen Elemente
stammt vom Bildhauer Carl Kundmann, für die Architektur zeichnet Carl
Freiherr von Hasenauer verantwortlich. Beide Künstler zeichnen sich
durch einen dekorativen Stil aus und so ist das Denkmal
außerordentlich detailreich gestaltet. Das Objekt besteht aus einem
breiten querovalen Sockel auf dem die beiden Quadrigen mit der
Siegesgöttin, gezogen von Hippokampen – halb Pferd, halb Fisch –
aufliegen. Aus ihrer Mitte erhebt sich eine Granitsäule mit dem
Standbild des Admirals. Aus dem Säulenschaft ragen seitlich jeweils
drei sich nach oben verjüngende Schiffskiele.
Neben den genannten großen bauplastischen Elementen finden sich auch
zahlreiche kleinere Dekore wie Girlanden aus Muscheln, Krabben und
Schalentieren oder ein Ehrenkranz an der Säulenbasis.
Die Dimensionen des Denkmals sind beeindruckend. Eine aktuelle
Vermessung ergab, dass der ovale Marmorsockel 12,84 m lang ist, die
Breite misst 6,94 m. Die Höhe des Denkmals beträgt vom Fuß des
Marmorsockels bis zum Scheitel des Admirals 22,25 m. Die Stufenanlage
ist 1,15 m hoch.
Zwt.: Admiral Tegetthoff
Wilhelm von Tegetthoff wurde 1827 in eine adelige Familie
hineingeboren. Tegetthoff zog es zur See und so besuchte er von 1840
bis 1845 das österreichische Marinekollegium in Venedig. Er machte
rasch Karriere: Er wurde zum Seeoffizier ernannt und leitete viele
Fahrten und Expeditionen der kaiserlichen Marine. Sein Sieg in der
Seeschlacht von Lissa am 20. Juli 1866 gegen die italienische Flotte
im verlorenen Deutschen Krieg (Preußen und Italien gegen Österreich
und den Deutschen Bund), machte ihn zu einem Seehelden. Er erhielt
dafür das Kommandeurkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens und
wurde zum Vizeadmiral befördert. Im Heeresgeschichtlichen Museum in
Wien, wo die Geschichte der österreichischen Marine im Detail
dokumentiert ist, befinden sich mehrere Erinnerungsstücke und
persönliche Gegenstände Tegetthoffs. So werden zahlreiche Porträts
gezeigt, weiters sind Tegetthoffs Säbel, mehrere Fotografien, sein
Kommandeurkreuz des Militär-Maria-Theresia-Ordens und ein
Ehrengeschenk der Stadt Triest in Form eines goldenen Tafelaufsatzes
ausgestellt (Quelle Wikipedia).
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