FP-Leyroutz und Mölzer: Scharfe Kritik an der geplanten Bildungsreform

SPÖ plant Gesamtschulmodellregion in Kärnten, ÖVP fällt im Liegen um / Verschärfung der Minderheitenschulproblematik droht

Klagenfurt (OTS) - „Mit dem voraussichtlichen Beschluss der Bildungsreform am kommenden Donnerstag im Nationalrat werden Transparenz und demokratische Kontrolle des Bildungswesens zu Grabe getragen. Im Gegenzug wird es mehr Proporz und Gewerkschaftseinfluss geben. Beispielsweise wird mit dem nunmehr anstehenden Wegfall des Postens des Landesschulrats-Vizepräsidenten und des Kollegiums in Wahrheit parteipolitischer Willkür Tür und Tor geöffnet“, hält FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Wendelin Mölzer fest. Für Kärnten werde wahrscheinlich im Bezirk Hermagor eine Modellregion für das Konzept der Gesamtschule entstehen, mit der am Rücken der Schüler linke Utopien getestet werden sollen, so Mölzer weiter. In diesem Zusammenhang verweist er auch auf die De-Facto-Ablehnung einer AHS-Unterstufe in Hermagor im Bildungsausschuss des Nationalrates, wo die ÖVP einmal mehr sozialistischer Bildungspolitik nachgebe.

Auf Kärnten sieht Klubobmann Mag. Christian Leyroutz in weiterer Folge durch die künftig mögliche Bildung von sog. Schulclustern massive Probleme im Minderheitenschulwesen zukommen: „Wenn slowenische Schulen in diesen neuen Clustern die Mehrheit stellen, werden in der Praxis einsprachige Lehrer bei der Besetzung von Leiterpositionen der Cluster keine Chance haben,“ führt er aus. Er verweist auf die schon derzeit heiß umstrittene Schulleiterbestellung im Bereich des Minderheitenschulwesens, bei der LH Peter Kaiser mittels Verordnung quasi versuche, das Ergebnis eines Hearings umzustellen. „Bei der Schulleiterbestellung in Völkermarkt und Eberndorf sollen Objektivierungsergebnisse ignoriert und Kandidaten mit Slowenisch-Kenntnissen bevorzugt werden. Da bei diesen Besetzungen Stillstand herrscht, werden die Freiheitlichen Kaiser mittels Landtagsanfrage auf den Zahn fühlen. Die Betroffenen haben ein Anrecht rasch zu erfahren, wie es weitergeht“, stellt Leyroutz klar.

Größtes Problem der derzeitigen Bildungsreform ist für Mölzer, dass von ÖVP, SPÖ und den Grünen die Zuwanderungs- und Integrationsproblematik völlig ausgeklammert wird. In diesem Zusammenhang kündigt Leyroutz abschließend einen Antrag bei der Landtagssitzung am Donnerstag an, um eine verpflichtende Sprachstandserhebung und in weiterer Folge separate Vorbereitungsklassen für Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache einzuführen.

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