„Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft“: Monothematischer „kulturMontag“ am 26. Juni zur Vienna Biennale 2017

Anschließend: Dokumentation „Die Freimaurer – Die Wahrheit über den Geheimbund“

Wien (OTS) - Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 26. Juni 2017 um 22.30 Uhr in ORF 2 wagt einen Blick in eine ebenso verheißungsvolle wie bedrohliche Zukunft anlässlich der an diesem Tag eröffnenden Vienna Biennale (26. Juni bis 1. Oktober). Die erste Biennale für Kunst, Design und Architektur behandelt in ihrer bisher zweiten Ausgabe unter dem Motto „Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft“ viele spannende Fragestellungen, denen sich der „kulturMontag“ in einer monothematischen Sendung widmet. Wird unser Denken, werden unsere Entscheidungen mittlerweile von Algorithmen bestimmt? Wie bedrohlich ist Big Data für die Demokratie? Wird künstliche Intelligenz der Spezies Mensch den Rang ablaufen – zumindest auf dem Arbeitsmarkt? Und wer trifft ethische Entscheidungen, wenn Roboter das Ruder übernehmen? Gäste im Studio sind die Autorin Ingrid Brodnig, digitale Botschafterin Österreichs in der EU, und Andreas Wagener, Wirtschaftsprofessor an der Hochschule Hof.

Nach dem Magazin steht die Dokumentation „Die Freimaurer – Die Wahrheit über den Geheimbund“ (23.20 Uhr) auf dem Programm. Bereits am Sonntag, dem 25. Juni, beleuchtet die „matinee“ um 9.05 Uhr in ORF 2 in der Dokumentation „Die Freimaurer und die Musik“ die Mythen und Rituale des Bündnisses aus musikalischer Sicht.

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch – Nutzen und Gefahren

Humanoide Roboter und der Mensch: eine gefährliche Beziehung, die bitter für die Menschheit enden könnte – dann nämlich, wenn die künstlichen Kreaturen ihre eigenen Wege gehen wollen und ihre Schöpfer zum Störfaktor für sie werden. Ausgestattet mit künstlicher Intelligenz werden die Systeme zunehmend eigenständiger, lernen dazu und entscheiden autonom. Doch was passiert, wenn eine Entscheidung nicht einfach rational getroffen werden kann, sondern an Wertvorstellungen gekoppelt ist? Wenn etwa selbstfahrende Autos in einer Unfallsituation über Leben und Tod entscheiden müssen? Sind intelligente Systeme imstande, moralisch zu handeln? Der „kulturMontag“ fragt nach.

Werden Roboter die Menschen vom Arbeitsmarkt verdrängen?

Roboter übernehmen immer mehr Jobs – und das sind längst nicht nur mehr niedere Dienste, für die künstliche Helferleins in die Bresche springen. Harvard-Ökonom Larry Summers rechnet vor, dass mehr Branchen Arbeitsplätze verlieren werden, als andere diesen Verlust durch neue Jobs ausgleichen können. Vor allem der Mittelstand werde schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. In Österreich sind die Prognosen weniger düster – „nur“ zehn Prozent der Arbeitsplätze würden durch Automatisation eingespart werden, besagen Schätzungen. Doch ist diese weltweite Entwicklung noch zu bremsen? Womit werden sich Menschen ohne Arbeit künftig beschäftigen und finanzieren? Der „kulturMontag“ zeigt mögliche Szenarien auf.

Gefahren von Big Data für die Demokratie

Wer die Daten hat, hat die Macht – auch die politische. Ein algorithmisches Verfahren ermöglicht es, bereits aus 68 von einem Facebook-Nutzer gesetzten „Likes“ Persönlichstes in Erfahrung zu bringen. Welche Hautfarbe er hat, lässt sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent errechnen, sexuelle Orientierung oder politische Gesinnung immer noch zu 88 bzw. 85 Prozent. Das Unternehmen Cambridge Analytica rühmte sich, während des US-Wahlkampfs Psychogramme von Wählerinnen und Wählern so exakt berechnet zu haben, dass es Trump-freundliche Werbung punktgenau in den sozialen Medien platzieren konnte. Auch wenn sich diese Behauptung als PR-Gag entpuppte: Tatsächlich lässt sich mittels gigantischer Datensätze Wahlverhalten gezielt beeinflussen. Der „kulturMontag“ berichtet über die Gefahr von Big Data für die Demokratie.

Dokumentation „Die Freimaurer – Die Wahrheit über den Geheimbund“ (23.20 Uhr)

1717 gilt als das Gründungsjahr der Freimaurerei. Dementsprechend wird 2017 vielerorts das 300-Jahr-Jubiläum begangen. Die Unterstellung, die Freimaurer wären ein Geheimbund, der die Weltherrschaft anstrebe, dessen Netzwerke Industrie, Wirtschaft, Politik und Regierungen durchdringen und die die Mitglieder des verschworenen Bundes an den Schalthebeln der Macht vermutet, hält sich hartnäckig. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich öffnen sich derzeit aber die Großlogen und beginnen, Einblicke ins Wesen des Freimaurertums zu gewähren, das ein völlig anderes Bild der Freimaurer zeigt. Die Dokumentation von Wolfgang Winkler beleuchtet die Geschichte und den Einfluss der Freimaurer im deutschen Sprachraum.

Der „kulturMontag“ wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

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