Dziedzic: Solidarisch sein über Grenzen hinweg

Grüne: Demonstrieren für jene, die nicht können von großer Relevanz

Wien (OTS) - Letzten Samstag haben 180.000 Menschen bei der Regenbogenparade in Wien für gleiche Rechte für alle demonstriert. Heute startet anlässlich des Christopher Street Days (CSD) bereits zum 6. Mal die CSD-Tram in Graz. Morgen wird es auch zum ersten Mal eine Regenbogenparade in Klagenfurt geben, zum wiederholten Mal in Linz. Auch andere österreichische Städte feiern im Juni die Liebe und gehen mit der Forderung nach gleichen Rechten und aktuelle Ehe Öffnung auf die Straße.

"Ich freue mich, dass die LGBTI Community auch in kleineren Städten, in den Bundesländern und am Land sichtbar ist und Unterstützung bekommt. Jede Aktion die im Pride Monat Juni stattfindet, schärft das Bewusstsein, dass Menschen mit einer anderen Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung als die Mehrheitsgesellschaft inmitten dieser Gesellschaft sind. Vor allem für junge Menschen stärken solche Kundgebungen das Selbstvertrauen und zeigen auf, dass die Jugendlichen nicht allein sind" sagt Ewa Dziedzic, LGBTI Sprecherin und Bundesrätin der Grünen. "Die CSD-Tram in Graz ist so nicht nur ein sichtbares Zeichen für die Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und intergeschlechtliche Personen, sondern macht vielen Mut sich nicht zu verstecken. Ich freue mich, dass der Sprecher der Grünen Andersrum Steiermark, Gerald Kuhn, diese tolle Initiative ins Leben gerufen hat“. Das Motto ist "Einsteigen, mitfahren, mitfeiern". Los geht es heute um 15 Uhr beim Steirerhof/Jakominiplatz in Graz.

Viele der Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen von LGBTI Personen wurden in den letzten Jahrzehnten beseitigt und bekämpft oder wurden durch Höchstgerichtsurteile aufgehoben. 2015 haben die USA, Irland und Slowenien die gleichgeschlechtliche Ehe "legalisiert". Zuvor waren bereits Spanien, Großbritannien, Brasilien, Kanada und Südafrika diesen Schritt gegangen und trotzdem gilt: Die Situation von LGBTI Personen ist weltweit nach wie vor sehr besorgniserregend. LGBTI Personen werden nach wie vor verfolgt, gefoltert und eingesperrt. "Tschetschenien ist ein drastisches Beispiel. Weltweit wird Homosexualität in 78 Ländern strafrechtlich verfolgt, in neun Ländern droht Homosexuellen laut Gesetz die Todesstrafe", erläutert Dziedzic. Russland hat 2013 ein Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“ erlassen, das unter anderem verbietet, Kinder über die Liebe zwischen Partnern gleichen Geschlechts zu informieren.

Für Dziedzic ist die internationale Solidarität im Kampf um Gleichstellung und für ein Leben ohne Verfolgung und Folter von großer Bedeutung. "Wir können nicht ausblenden, wie es unseren Freund*innen in Polen, in Russland, in der Türkei oder Iran geht. Die Sichtbarkeit der LGBTI Community ist auch deshalb von großer Bedeutung, weil daraus politische Maßnahmen entwachsen. Wir haben immer schon auch für jene mitdemonstriert, die es nicht können und dürfen. Machen wir das auch heute und morgen wieder."

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