BMLFUW: Internationale Strahlenschutzübung erfolgreich abgeschlossen

Gute Zusammenarbeit mit ungarischen Behörden / insgesamt 90 Staaten und Organisationen beteiligt

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) hat am 21. und 22. Juni 2017 an der internationalen Notfallübung Convex 3 der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) teilgenommen.

Bei der Übung wurde ein schwerer Unfall im ungarischen Kernkraftwerk Paks simuliert. Für die beiden Blöcke 1 und 2 wurde eine Freisetzung von radioaktiven Stoffen angenommen. Die Ausbreitung dieser fiktiven Freisetzung wurde mit der tatsächlichen Wettersituation berechnet und wäre demnach über Teile Südosteuropas gezogen.

Österreich wäre durch diese stabile Wettersituation nicht betroffen gewesen.

Trainiert wurden insbesondere das nationale Notfallmanagement und die Informationsweitergabe sowie die Kooperation mit dem fiktiven Unfallland und allen anderen europäischen und internationalen Partnern. Zentraler Übungsansatz in Österreich waren die Alarmierung aller zuständigen Stellen, die Bewertung der Lage, das Abschätzen möglicher Auswirkungen auf Österreich und entsprechende Schutzmaßnahmen sowie die laufende Information der Bevölkerung. Im Fokus standen auch die internationale und bilaterale Zusammenarbeit und die mediale Kommunikation in derartigen Situationen.

Trotz zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen können Kernkraftwerksunfälle niemals gänzlich ausgeschlossen werden. Daher engagiert sich Österreich insbesondere für die Sicherheit von KKWs. Das BMLFUW ist für den Strahlenschutz in Österreich zuständig. Die Notfallplanung wurde in den vergangenen Jahren laufend aktualisiert. Im Zentrum stehen der Schutz und die umfassende Information der Bevölkerung.

In Österreich waren neben dem BMLFUW als primär zuständigem Ministerium auch das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und das Bundesministerium für Inneres sowie einige Bundesländer an der Convex3-Übung beteiligt, unterstützt von Organisationen wie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, dem Umweltbundesamt und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit.

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