Schweighofer Prize 2017 geht an Schweizer Holzbau-Koryphäe Hermann Blumer und japanischen Stararchitekten Shigeru Ban

Wien (OTS) -

  • Innovationspreis der europäischen Forst- und Holzwirtschaft bereits zum 8. Mal in Wien verliehen
  • Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Kern, Bürgermeister Michael Häupl lobten Schweighofer Prize als Motor für Innovation
  • Hauptpreis geht an Bauingenieur-/Architektenduo für hoch innovative Holzbauprojekte
  • 300.000 Euro für innovative Ideen rund um Holz
  • Erstmals auch eigener Student Award überreicht

Am 20. Juni 2017 traf die internationale Forst- und Holzwirtschaft bereits zum achten Mal im Rahmen des Schweighofer Prize im Feststaal des Wiener Rathauses zusammen. Vor rund 800 internationalen Gästen, darunter mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Kern und Bürgermeister Michael Häupl auch Spitzenvertreter der heimischen Politik, überreichte der österreichische Holzindustrielle und Stifter des Preises, Gerald Schweighofer, den mit insgesamt 300.000 Euro dotierten Preis für herausragende Projekte aus der Forst- und Holzwirtschaft. Zum ersten Mal wurde heuer auch ein eigens ins Leben gerufener ‚Student Award‘ vergeben.

Gerald Schweighofer freute sich über die große internationale Resonanz: „Wir haben unseren Erfolg durch Holz erreicht und wollen durch diesen Preis der Gesellschaft etwas zurückgeben. Das soll sich auch in Zukunft nicht ändern und so soll der Schweighofer Prize auch weiterhin die wichtigste Veranstaltung sein, wo sich die internationale Industrie und Forschung im Namen des Holzes in Wien treffen. Der Prize wird also ein fixer Bestandteil der Holzindustrie bleiben.“

Hausherr Michael Häupl unterstrich die Bedeutung des Holzes für die Stadt Wien. Der Schweighofer Prize versinnbildliche die Verknüpfung von wirtschaftlichem und sozialem Engagement, eine Haltung für die der Stifter des Prizes Gerald Schweighofer stehe.

Bundeskanzler Christian Kern betonte die Bedeutung von Innovation für den Wirtschaftsstandard Österreich. Die Verbindung von Innovation und Bildung - der Grundgedanke des Schweighofer Prize – sei eine wesentliche Voraussetzung für internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen strich unter anderem die Verdienste des Schweighofer Prize für den Konferenzstandort Wien hervor.

Internationale Preisträger: Hauptpreis und Innovationspreise

Der Hauptpreis für das Lebenswerk ging an ein Team, den Schweizer Bauingenieur Hermann Blumer und den japanischen Architekten Shigeru Ban für bahnbrechende Innovationen im Holzbau. So zeigte das internationale Duo u.a. mit der filigranen Tragkonstruktion des Yeoju Golf Club (Südkorea) oder den Holz-Holz-Verbindungen der Tamedia-Zentrale in Zürich neue Wege in der Holzbauarchitektur und Holzbautechnik auf. Mit den Innovationspreisen wurden Projekte aus Österreich, Schweden und der Schweiz aus den unterschiedlichsten Bereichen – von der universitären Forschung bis hin zur Produktion – ausgezeichnet.

Student Award: Auszeichnung für junge Forscher

Mit dem neu eingeführten Student Award wurde die Fokussierung des Schweighofer Prize auf die nächste Generation an Forschern weiter verstärkt. In Kooperation mit den Unternehmen Canfor (Kanada) und Arauco (Chile) wurden dieses Jahr 37 ausgewählte Studierende aus 21 Ländern nach Wien eingeladen. Diese nahmen im Vorfeld der Gala an einem Student Workshop unter der Leitung des Schweighofer Prize-Juryvorsitzenden Prof. Dr. Alfred Teischinger (Universität für Bodenkultur) an der TU Wien teil.

Erstmals wurden auch innovative Studierendenprojekte mit dem mit 5.000 Euro dotierten Student Award ausgezeichnet. Die Sieger wurden mittels Jurywertung und öffentlichem Online-Voting ermittelt. „Das große Interesse am Student Award hat alle Erwartungen übertroffen und die Beteiligung am Online-Voting war enorm. Es freut mich sehr, dass die Begeisterung der jungen Forschergeneration für Innovationen aus Holz so groß ist,“ so Gerald Schweighofer. Den Student Award teilen sich Felipe Hideyoshi Icimoto (Universität von São Paulo) und Achmad Solikhin (Shizuoka Universität, Japan).

Die Innovationspreise, die sich € 200.000 teilen, gingen an:

  • ERNE Holzbau Portalroboter: größte Robotikanlage Europas zur Fertigung von hochkomplexen Bauteilen im Holzbau. ERNE AG, Holzbau, Schweiz.
  • ProWood: interdisziplinäres, schwedisches Doktoratsprogramm mit enger Kooperation zwischen Industrie und Universität als großes Langzeit-Projekt. Prof. Kristina Säfsten, School of Engineering, Jönköping University zusammen mit Department of Forestry and Wood Technology, Linnaeus University und Träcentrum Nässjö, Schweden.
  • Calibrated Route Finder bietet eine nachhaltige Alternative für die Routenwahl für Transporte von Rundholz und forstlicher Biomasse. Prof. Mikael Rönnqvist, Skogforsk Forestry Research Insitute of Sweden, derzeit Universite Lava, Quebec; Schweden.
  • CSM Heartbeat steigert die Leistung der gesamten Sägeanlage durch Produktionssteuerung mittels Schallmessung. Fellner engineering GmbH, Ing. Wolfgang Fellner, Österreich

Über den Schweighofer Prize

Der Schweighofer Prize wird von der österreichischen Holzindustriellenfamilie Schweighofer vergeben und prämiert innovative Ideen, Technologien, Produkte und Services entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Forst-und Holzwirtschaft zu steigern. Der Schweighofer Prize wird seit 2003 im Zwei-Jahres-Abstand verliehen und ist mit einem Gesamtbetrag von € 300.000 dotiert. Der Schweighofer Prize gliedert sich in einen Hauptpreis und mehrere Innovationspreise.www.schweighofer-prize.org/

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