Sommer, Sonne, Schweiß und Schwimmspaß – mit „Hitze-Standards“ sicher durch die heißesten Wochen des Jahres

Wien (OTS) - Der Sommer ist da und damit die Freuden und Leiden, die die heißeste Zeit des Jahres mit sich bringt. Denn an den Hundstagen sind nicht nur Abkühlung und Entspannung angesagt – im Hochsommer lauern auch so manche Gefahren und böse Überraschungen, die es zu vermeiden gilt. So verletzen sich in Österreich jährlich rund tausend Personen beim Grillen.

Austrian Standards gibt einen Überblick über die wichtigsten Standards, die dabei helfen, Gefahren zu bannen, böse Überraschungen zu vermeiden und den Sommer entspannt zu verbringen:

Die Grillsaison ist voll im Gang

Was wäre ein Sommer ohne Grillparty? Allerdings ist das Hantieren mit Grillgerät, Anzündhilfen, Brennstoffen oder Grillzangen nicht ungefährlich. Um Grillunfälle zu vermeiden – Grillkohle kann Temperaturen bis zu 400 Grad erreichen –, gibt es die ÖNORM EN 1860. Sie schafft eine Basis für eine sichere Konstruktion. Besonderes Augenmerk legt die ÖNORM auf die Standsicherheit. So dürfen bewegliche Griller, selbst wenn sie auf einer um zehn Grad geneigten Fläche stehen und befüllt sind, nicht kippen. Ein ortsfester Griller muss beim genormten Prüfverfahren dem Aufprall eines mit Sand gefüllten Sacks standhalten, wobei der Sack ein Gewicht von zehn Prozent des Grillers hat. Normgeprüfte Griller müssen demnach bei Sturmböen standhaft bleiben. Neben dem Grillgerät selbst behandelt die ÖNORM EN 1860 auch Anforderungen und Prüfverfahren für Grill-Holzkohle und Grill-Holzkohlebriketts sowie für Anzündhilfen. Dank dieser Standards steht dem Grillspaß von der technischen Seite her nichts mehr im Wege!

Steak & Grillwürstel: Kühlkette bei hohen Temperaturen nicht unterbrechen

Für einen sicheren Genuss der Steaks, Scampi oder Grillwürstel ist auf eine durchgehende Kühlung zu achten. Bereits ab einer Temperatur von sieben Grad Celsius vermehren sich die Keime rasch – Salmonellen und Lebensmittelvergiftungen drohen.

Speziell bei Speiseeis ist die richtige Temperatur enorm wichtig. Hierbei hilft die ÖNORM EN 16754. Sie bestimmt, dass das produzierte Speiseeis eine Temperatur zwischen -9°C bis -11°C haben muss. Die Kühlhaltetemperatur darf höchstens 5°C sein, sonst bleibt vom Lieblingseis nicht viel übrig.

Sonnencreme und Sonnenbrille sorgen für optimalen Sonnenschutz

Sonnenstrahlen haben einen positiven Einfluss auf unseren Körper – die Haut bildet Vitamin D, und das Immunsystem regeneriert sich. Doch zu viel Sonne auf der ungeschützten Haut verursacht leicht einen Sonnenbrand. Und jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Eincremen ist für Sonnenanbeter daher unerlässlich.

Damit eine optimale Schutzwirkung gewährleistet ist, wird im Labor bei der Prüfung des Lichtschutzfaktors die Sonnenschutzwirkung der Creme nach ÖNORM EN ISO 24444 bewertet. Kriterien sind dabei: ein hoher Licht- und Breitbandschutz, Schweiß- und Wasserfestigkeit, gute Haftung auf der Haut, Stabilität gegen Licht, Luft und Hitze sowie eine gute Verträglichkeit. Genauso wichtig wie das Eincremen der Haut ist der Schutz der Augen durch das Tragen einer Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Filter. ÖNORM EN ISO 12312-1 definiert physikalische (mechanische, optische, usw.) Eigenschaften für Sonnenbrillen und Sonnenschutzfilter. 

Ab ins kühle, saubere Nass!

Vor dem Badebesuch stellt sich oft die Frage: Freibad oder Badesee? Egal, wie die Entscheidung ausfällt – dank Standards ist sowohl das Wasser in den Pools und in den natürlichen heimischen Gewässern von hoher Qualität.

Österreichische Seen und Flüsse müssen die europäischen Anforderungen der Badegewässerrichtlinie 2006/7/EG erfüllen. Ein Badegewässer sollte möglichst nährstoffarm sein und möglichst geringe, von Menschen verursachte Belastungen aufweisen. Der EU-Badegewässerbericht für das Jahr 2017 attestiert mehr als 95 Prozent der 264 untersuchten österreichischen Badestellen eine ausgezeichnete Wasserqualität. Österreich liegt damit im internationalen Ranking weit über dem EU-Durchschnitt. Doch auch im Freibad muss man sich nicht um die Wasserqualität sorgen. Die ideale Beschaffenheit des Wassers in künstlichen Freibädern ist in der ÖNORM M 6215 geregelt. Dank der zweiteiligen ÖNORM EN 15288 müssen sich die Badbesucher keine Gedanken um die sicherheitstechnische Seite ihres Lieblingsschwimmbades machen. Und selbst wenn ein Badegast in Seenot gerät, ist professionelle Hilfe garantiert: Das Bäderpersonal, das den Badebetrieb beaufsichtigt, die Badegäste betreut und die technischen Anlagen überwacht, ist nach der ÖNORM S 1150 ausgebildet.

Und last but not least: Auch bei Spielgeräten im Wasserbereich ist die notwendige Sicherheit gewährleistet. Für Schwimmflügel gibt es die ÖNORM EN 13138. Sie regelt den Aufbau und die Gebrauchstauglichkeit sowie Größen und Kennzeichnung. Die technischen Anforderungen an Wasserrutschen ab 2 m Höhe sind in der ÖNORM EN 1069 festgelegt, und ÖNORM EN 13451-10 bestimmt diese für Sprungplattformen und Sprungbrettanlagen in öffentlichen Schwimmbädern.

Über Austrian Standards

Standards sind von Fachleuten erarbeitete Empfehlungen. Sie dienen dem Wohl und der Sicherheit aller, machen das Leben einfacher und sorgen dafür, dass eins verlässlich zum anderen passt. Standards (z. B. ÖNORM) stehen für Qualität und damit für Vertrauen in Produkte und Leistungen. Austrian Standards stellt seit 1920 als unabhängige und neutrale Plattform einen transparenten Prozess zur Entwicklung von Standards in Österreich sicher. Als das österreichische Mitglied von CEN, dem European Committee for Standardization, und ISO, der International Organization for Standardization, ermöglicht Austrian Standards allen, an der Entwicklung von Standards mitzuwirken. So wird sinnvolles und international anerkanntes Fachwissen leicht zugänglich und anwendbar. Austrian Standards beschäftigt 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Standards sorgen in Österreich für ein Mehr an innovativer Wirtschaftsleistung in Höhe von rund 2,5 Mrd.

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