ÖAMTC-Test: Notbremsassistenten arbeiten meist zuverlässig (+ Foto)

Dennoch nicht blind auf automatische Bremssysteme verlassen

Wien (OTS) - Automatische Notbremsassistenten können Auffahrunfälle oftmals verhindern oder zumindest deren Folgen mildern. Sie sind damit eine der wichtigsten sicherheitstechnischen Errungenschaften in modernen Fahrzeugen. Der ÖAMTC und seine Partner haben nun einen genaueren Blick auf die Zuverlässigkeit geworfen. Drei unterschiedliche Systeme wurden getestet: Der Seat Ateca verwendet Radar, der Subaru Outback verfügt über eine optische Stereo-Kamera und der VW up! ist mit LiDAR-Sensor (Light Detection And Ranging) ausgestattet.

"Keine Probleme gab es bei einer Notbremsung auf ein stehendes Hindernis. Alle drei Systeme konnten eine Kollision vollständig verhindern", erklärt ÖAMTC-Techniker Friedrich Eppel. Auch durch Fahrzeuge in der Nebenspur ließ sich keiner der automatischen Notbremsassistenten von seiner Aufgabe ablenken.

Das Verhalten der Sensoren hinter verschmutzten oder völlig abgedeckten Windschutzscheibenbereichen konnte nur bei zwei der drei Fahrzeuge getestet werden. Der Radarsensor des Seat sitzt im Kühlergrill, eine mögliche Störung durch Eis oder Schnee konnte zum Testzeitpunkt nicht untersucht werden. Während die Systeme des Subaru und des VW auch mit einer stark verschmutzten Scheibe noch funktionierten, ergab eine vollständige Sensor-Abdeckung ein ambivalentes Bild. Beim Subaru bemerkte der Assistent immerhin, dass die Kamera nicht mehr genug "sah" und warnte den Fahrer. Beim VW erhielt der Fahrer hingegen keinerlei Information, dass das System nicht betriebsbereit war. "Das ist das problematischste Ergebnis im ÖAMTC-Test", stellt Eppel klar. "Bei allen Sicherheitssystemen, also auch bei den automatischen Notbremsassistenten, sollte im Falle einer Fehlfunktion eine Warnung selbstverständlich sein."

ÖAMTC fordert serienmäßige Ausstattung mit Notbremsassistenten

Die insgesamt positiven Testergebnisse dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Notbremsassistent nur die letzte Hilfe bei Unaufmerksamkeit ist. "Man darf sich keinesfalls blind darauf verlassen, dass man so vor jedem Auffahrunfall sicher ist", stellt Eppel klar. Das zeigte sich im ÖAMTC-Test speziell bei Nässe: Durch die rutschige Oberfläche erfolgte die Bremsung bei einem der drei Testfahrzeuge zu spät, eine Kollision war die Folge.

Für den ÖAMTC-Experten sind zuverlässige automatische Notbremssysteme dennoch empfehlenswert. Oftmals sind sie allerdings nur gegen Aufpreis erhältlich. "Da Sicherheit aber keine Frage der Kaufkraft sein darf, wäre es wünschenswert, wenn Notbremsassistenten künftig in allen Fahrzeugen zur Serienausstattung gehören", sagt Eppel abschließend.

Diesen und alle anderen Tests des ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/tests. Ein Foto steht in der Mediathek unter www.oeamtc.at/presse zum Download zur Verfügung.

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