Stronach/Lugar: „Bildungsreförmchen“ ist Schritt in die richtige Richtung

Volksschule ist österreichweite Gesamtschule - und funktioniert nicht! - Politik raus aus der Schule!

Wien (OTS) - „Als ich im Jahr 2013 im Ausschuss die Schulautonomie gefordert hatte waren alle dagegen. Mittlerweile kommt sie – gut so!“, erklärte Team Stronach Klubobmann und Bildungssprecher Robert Lugar in seinem Debattenbeitrag zum Dringlichen Antrag. Deshalb sei das „Bildungsreförmchen“ zu begrüßen, „weil es ein Schritt in die richtige Richtung ist. Denn was weiß die Politik von den Bedürfnissen in den Schulen besser, als die Lehrer vor Ort?“, so Lugar.

Allerdings werde mit der aktuellen Reform nur „das schief stehende Haus der Bildung abgestützt. Aber das Fundament der Bildung ist schlecht, weil es vom politischen Einfluss zerfressen ist. Wir müssen das Fundament erneuern!“, verlangte Lugar. Warum der politische Einfluss aber nicht zurückgedrängt wird, habe ÖVP-Mandatar Töchterle erklärt: „Die Schulpolitik ist immer Ideologie- und Machtfrage…“, zitierte Lugar. „Die ÖVP sieht also die Schulpolitik als Machtfrage – wir brauchen keine Politiker in der Schule, sie missbrauchen Schule zu Lasten der Kinder!“, mahnte der Team Stronach Klubobmann.

Für Lugar ist es auch unverständlich, dass zwar immer von gemeinsamer Schule gesprochen werde, „es gibt aber keine Debatte wie man den Unterricht verbessern kann“. Die SPÖ wolle nur das Gymnasium in die Neue Mittelschule integrieren, „dort gibt es aber keine Differenzierung, das Niveau richtet sich nach dem Schlechtesten.“ Das Team Stronach hingegen will „innere Differenzierungen in den Schulen, um Stärken zu fördern und bei Schwächen zu unterstützen“, so Lugar.

Zudem gibt es laut Lugar in Österreich bereits eine Gesamtschule: „die Volksschule ist eine österreichweite Gesamtschule - und funktioniert nicht! Es gibt nach vier Jahren haushohe Unterschiede bei den Schülern!“ Mit einer Gesamtschule werde lediglich nach unten nivelliert.

Lugar verlangte eine Diskussion, was zu tun ist, dass die Volksschule funktioniert und warum kein verschränkter Unterricht erfolgt. Auch die 5.000 Problemlehrer, „die von einer Schule zur nächsten gereicht werden“, seien für eine nachhaltige Bildungsreform ein Hindernis „aber da wird blockiert von ÖVP und Lehrergewerkschaft“, so Lugar, der verlangte: „Politik raus aus der Schule!“

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