Lueger: Kinderbetreuung nicht nur im Sommer ein Problem

SPÖ-Familiensprecherin verwundert, dass Länder Förderungen für Kindergarten-Ausbau nicht abholen – akute Mängel in der Betreuung werden im Sommer besonders deutlich

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Familiensprecherin Angela Lueger zeigt sich anlässlich einer heute veröffentlichten Studie, wonach die Kinderbetreuung während der Sommerferien oft schwierig ist, leicht verstimmt, denn: „Die Kinderbetreuung ist nicht nur in den Sommerferien ein Problem. Sobald sie aus Wien rausfahren, ist diese ein Problem für Familien, Alleinerzieher und Alleinerzieherinnen“, so Lueger am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die letzten veröffentlichten Daten zeigen deutlich, wo Kinderbetreuung funktioniert und wo nicht. So sind zum Beispiel Kindergärten in Vorarlberg durchschnittlich fast 40 Tage geschlossen, in der Steiermark 25 Tage und in Wien nur 3,4 Tage. **** 

    Besonders ärgerlich ist für die SPÖ-Familiensprecherin, dass die Bundesländer noch immer auf der Bremse stehen: „Väter und Mütter, Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher wissen genau, was sie brauchen. Nämlich bessere Öffnungszeiten und weniger Schließtage. Warum die Bundesländer ihre Fördergelder noch immer nicht abholen und damit die Bedürfnisse der österreichischen Familien erfüllen, ist mir schlicht und einfach ein Rätsel“, so Lueger. Notwendig sei aber auch ein "massiver Ausbau" des Kindergartens. Dass nun auch der Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl die Finanzierung der SPÖ-Forderung nach einem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr in Zweifel zieht, ist ein Zeichen dafür, wie weit weg manche männliche Politiker von den Lebensrealitäten der Familien in Österreich sind. Denn für die SPÖ ist klar: "Wenn wir nicht bereit sind, in dieses Bildungssystem zu investieren, dann machen wir einen großen Fehler."

   Dass in der oben zitierten Studie davon ausgegangen wird, dass Omas und Opas für die Betreuung des familiären Nachwuchses einspringen müssen, ist „gelinde gesagt eine Frechheit, zumal diese Menschen oft noch im Arbeitsleben stehen, beziehungsweise die ÖVP verlangt, dass diese Menschen länger arbeiten müssen“. Die SPÖ-Familiensprecherin fordert, dass die Bundesländer nun endlich in die Gänge kommen: „Holen sie die Fördergelder für den Ausbau der Kinderbetreuung ab und ermöglichen sie den Frauen und Männern, Familie und Beruf zu vereinbaren“, so Lueger und weiter: „In den Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen zu investieren ist die wichtigste Zukunftsinvestition, die wir leisten müssen - zumal alle den Satz "Kinder sind unsere Zukunft" malträtieren. Dieser Satz darf kein bloßes Lippenbekenntnis in Sonntagsreden sein“. (Schluss) rm/sc    

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