NEOS Wien/Wieden: Mit dem Museumsumbau erfrischende Wasserspiele für den Karlsplatz schaffen

Bauprojekte zu Wien Museum und Winterthur-Gebäude eröffnen Chance zur Neugestaltung des Karlsplatz-Parks

Wien (OTS) - Schon bald wird der Karlsplatz Schauplatz einer großen Baustelle: In den kommenden Jahren werden sowohl das Wien Museum als auch das benachbarte Winterthur-Gebäude umgebaut. Im Zuge dessen soll es auch zu einer Neugestaltung der Fläche vor den beiden Gebäuden kommen. Grund genug, sich über die Gestaltung dieser kleinen Innenstadt-Oase Gedanken zu machen, vor allem über das zentrale Element des Vorplatzes: das Beton-Wasserbecken, den Moore-Teich. Hier gäbe es die Chance für eine mutige und moderne Umgestaltung des Teiches hin zu einem spannenden Ort, wo Mensch und Wasser miteinander interagieren.

„Der Teich vor der Karlskirche hat seine schönen Momente – nämlich auf Fotos und Postkarten, wo sich die Kirche auf der Wasserfläche spiegelt. Ohne Photoshop jedoch präsentiert sich der Teich als Brühe, die über die Sommermonate hinweg immer trüber wird“, berichtet NEOS Wieden Klubvorsitzende Henrike Brandstötter.

Da es sich um ein stehendes Gewässer handelt, wuchern bereits kurz nach Sommerbeginn Algen. Obwohl das Wasser jedes Jahr komplett ausgepumpt und wieder neu eingelassen wird, verschlechtert sich im Laufe des Sommers die Wasserqualität immer weiter, Dreck und Müll schwimmen auf der Wasseroberfläche und sammeln sich auf dem Teichgrund. Anders als in Freibädern finden kein permanenter Austausch bzw. keine Klärung des Wassers statt. Deshalb ist der Teich auch offiziell mit einem Badeverbot belegt.

NEOS wollen das ändern. „Ein Teich mitten in der Stadt, aber niemand kann oder darf darin plantschen? Wie langweilig! Kleine und große Kinder lieben Springbrunnen, in und durch die sie laufen können. Städte waren schon immer Hitzeinseln und werden sich in den kommenden Jahren immer weiter erwärmen. Springbrunnen und andere Wasserzerstäuber sind eine exzellente Möglichkeit, die Umgebungstemperatur durch Verdunstung zu mindern“, erklärt NEOS Wien Umweltsprecherin Bettina Emmerling.

Dynamische Wasserspiele haben im Vergleich zu einem trägen Teich große Vorteile: Sie sorgt in einer von Hitze geplagten Stadt für Abkühlung und trägt enorm zur Attraktivierung des Platzes bei. In anderen Städten entwickelten sich solche Anlagen im Nu zum Hotspot für Touristinnen und Touristen.

„Wir wollen eine Neugestaltung des Teiches erreichen – ohne hohe Kosten und ohne massiven Eingriff ins Gesamtkonzept, auch die Skulptur von Henry Moore soll erhalten bleiben. Von anderen Städten, zum Beispiel München, kann man sich abschauen, wie der trübe Teich ohne größeren Aufwand in einen erfrischenden Platz verwandelt werden kann“, betont Brandstötter.

„Unser Vorschlag ist eine Wasserwelt aus Fontänen, Sprinkleranlagen und Brausen, die auf die Interaktion mit Besucherinnen und Besuchern reagieren. Die Wasserspiele könnten durch die Benutzung von Geräten, wie eine Schaukel oder einen Basketballkorb, gesteuert werden. Oder die Wasserspiele sind an Musik koppelt, wie in Montreal, wo man über eine interaktive Leinwand ein klassisches Musikstück und damit die Fontänen ‚dirigieren‘ kann“, berichtet Emmerling.

Das Stadtbudget muss durch ein solches Projekt nicht zusätzlich belastet werden, sagt Emmerling: „Es bietet sich geradezu an, die laufenden Betriebskosten – wir gehen von 70.000 bis 80.000 Euro im Jahr aus – über Sponsoren sicherzustellen. Es wäre zum Beispiel möglich Patenschaften auszuschreiben.“ Dass so etwas funktionieren kann, macht die Stadt Witten vor: Ein Café finanziert dort die Betriebskosten für die Wasserspiele, die Stadt spricht im Gegenzug bei jeder offiziellen Pressemitteilung dort ausdrücklich vom „Brunnen am Café Extrablatt“.

Genau jetzt, noch bevor die Bauarbeiten am Karlsplatz beginnen, ist der richtige Zeitpunkt, sich Gedanken über die künftige Gestaltung zu machen: „Der Karlsplatz ist ein wichtiger Knotenpunkt im U-Bahn-Netz, für den Tourismus und für Studierende. Mit den jahrelangen Bauarbeiten droht der Park zu einem Unort zu verkommen. Die Wasserspiele sind eine lebenslustige und zugleich sinnvolle Art, dieser Gefahr zu begegnen. Spätestens mit dem Abschluss der Bauarbeiten kann der Karlsplatz dann sein neues, erfrischendes Gesicht zeigen“, schließt Brandstötter.

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