„Orientierung“ am 18. Juni: Muslime gegen Terror – 300 Imame unterzeichnen Deklaration

Um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 18. Juni 2017, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Muslime gegen Terror: 300 Imame unterzeichnen Deklaration

Rund 300 Imame unterzeichnen eine Deklaration „gegen Extremismus, Gewalt und Terror“ – mit dieser Aktion hat die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) am vergangenen Mittwoch ein Zeichen gesetzt. Viele der Imame waren dafür zur Moschee am Hubertusdamm in Wien gekommen. Ibrahim Olgun, Präsident der IGGÖ, verlas eine Deklaration, in der u. a. festgehalten wird, „dass die Gräueltaten und Attentate der IS-Terroristen dem Islam widersprechen und aufs Schärfste zu verurteilen sind“. Doch können Deklarationen wie diese etwas bewirken? Ein Team der „Orientierung“ hat sich unter den Imamen umgehört und über diese Frage auch mit dem Soziologen Kenan Güngör gesprochen. Bericht: Sandra Szabo.

Im „Orientierung“-Schaltgespräch zum Themenkreis „Religiöse Alltagspraxis von Musliminnen und Muslimen in Österreich“: Erol Yildiz, Migrationsforscher an der Universität Innsbruck und Koautor eines eben erschienen Buches mit dem Titel „Muslimische Diversität“.

Kinder in Not: Hilfe für Aids-Waisen in Malawi

Das südostafrikanische Land Malawi zählt nicht nur zu den ärmsten Ländern der Erde, sondern auch zu jenen mit der höchsten HIV-Infektionsrate der Welt: Rund eine Million Menschen, mehr als zehn Prozent der Bevölkerung, tragen den HI-Virus in sich, jährlich sterben rund 27.000 Menschen. Aufklärungskampagnen der Regierung und die Verteilung von Gratis-Kondomen sollen helfen, die Lage zu verbessern. Die katholische Kirche des Landes – rund 20 Prozent der Einwohner Malawis sind Katholiken – ist da skeptisch: „Oftmaliger Partnertausch“, „ausschweifende sexuelle Aktivitäten“ – auch unter Kindern und Jugendlichen – das sei ein Hauptproblem, das vorrangig gelöst werden müsse, meinen etwa katholische Ordensschwestern in Katete. Sie setzen – gemeinsam mit Priestern – auf das Propagieren von „Enthaltsamkeit“ und später dann „Treue in der Ehe“. Sinnvolle Hilfe bieten katholische Einrichtungen den vielen Aids-Waisen im Land an: So ermöglicht der Frauenorden der Rosary Sisters Waisenkindern in Katete und Nkhamenya im Westen Malawis schulische Bildung und ein geregeltes Leben. Unterstützt werden die Ordensfrauen dabei von Projektpartnern aus Österreich. Die Katholische Männerbewegung mit ihrer entwicklungspolitischen Aktion „Sei so frei“ und das Hilfswerk „Bruder und Schwester in Not“ der Diözese Feldkirch sind seit rund zehn Jahren mit finanzieller Hilfe in der Region tätig. Bericht:
Marcus Marschalek.

Theater im Dom: „Der Fall Gruber“

Der Linzer Mariendom wird – zumindest für wenige Tage – zur Bühne:
Ein Theaterstück von Thomas Baum folgt der Biografie des oberösterreichischen Priesters und Widerstandskämpfers Johann Gruber, der wegen seiner selbstlosen Unterstützung von Mithäftlingen im KZ Gusen auch „Papa Gruber“ genannt wird. Gruber wurde 1889 in Grieskirchen geboren. Als volksnaher Priester und begeisterter Reformpädagoge geriet er in Konflikt mit konservativen Kreisen der katholischen Kirche. Er war Direktor der Linzer Blindenanstalt, als er wegen seiner antinazistischen Haltung und angeblicher sittlicher Verfehlungen von der Gestapo verhaftet wurde. Im Konzentrationslager Gusen nützte er seine Stellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei archäologischen Ausgrabungen und als „Museumskapo“, um das Leben seiner Mithäftlinge zu erleichtern. U. a. gründete er eine geheime Lagerschule, in der er die Gefangenen auf die Zeit nach der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft vorbereiten wollte. Doch seine Untergrundaktivitäten wurden entdeckt. Nach schwerer Folter wurde Gruber am Karfreitag 1944 vom Lagerkommandanten ermordet. Regisseur Franz Froschauer, der auch die Hauptrolle in „Der Fall Gruber“ spielt, hat mit einem kleinen Team von Schauspielerinnen und Schauspielern das Stück erarbeitet. Nach den ersten beiden Aufführungen im Mariendom soll es auf Tournee gehen und in zahlreichen anderen Kirchen zu sehen sein. Bericht: Christian Rathner.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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