EuGH: Verbot der Bezeichnung „Sojamilch“ - Stronach/Steinbichler: Auch Bezeichnung veganer „Fleisch“-Produkte gehört strenger geregelt

Team Stronach fordert Ausweitung des EuGH-Urteils auf vegane „Wurst- und Fleischprodukte“ - Verwirrende Bezeichnungen verunsichern Konsumenten

Wien (OTS) - Erfreut zeigt sich Team Stronach Konsumentenschutz- und Wirtschaftssprecher Leo Steinbichler über den Entscheid des Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Bezug auf die Bezeichnung von Sojamilch und anderen rein pflanzlichen Produkten, die innerhalb der Grenzen der EU nicht mehr unter der Bezeichnung Käse oder Milch verkauft werden dürfen. „Das ist ein erster wichtiger Schritt, aber wir fordern ebenso eine Ausweitung auf vegane Wurst- und Fleischprodukte“, so Steinbichler. Denn auch die Bezeichnung für diese pflanzlichen Erzeugnisse, die oft als „Schinken“ oder „Schnitzel“ angeboten würden, sei irreführend für die Konsumenten, weil auch in diesen Produkten Palmöl versteckt ist, mahnt Steinbichler.

Deshalb fordert Steinbichler auch seit Jahren ein Österreichisches Qualitätsgütesiegel, das „aber seit 2009 ständig von der Regierung vertagt wird“, erinnert der Team Stronach Mandatar. „Damit könnten viele Probleme gelöst werden. Die Konsumenten werden heutzutage oft mit billigen Substituten, wie etwa Phase-Butter aus Palmöl oder Analogkäse und - schinken abgespeist“, kritisiert Steinbichler. Diese Produkte seien nicht nur gesundheitlich bedenklich, „sie verdrängen auch unsere regionalen, saisonalen, echten, wertvollen und gesunden Produkte“, warnt der Team Stronach Agrarsprecher. Mit der Palmölfreiheit des AMA-Gütesiegels habe sein jahrelanger Kampf gegen die stillschweigende Verwendung von Palmöl bei der Lebensmittelproduktion endlich erste Früchte getragen.

„Das Thema Ernährung ist den Menschen sehr wichtig. Der Konsument muss sich sicher sein können, dass das, was auf den Lebensmitteln und auch auf den Fertigprodukten drauf steht auch zu 100 Prozent drin ist“, mahnt Steinbichler. Die Verwendung von Palmöl, das den Verbrauchern als „gesundes Fett“ verkauft wird, schädigt zudem auch die Umwelt und das Klima und führt durch die enorme Abholzung des Regenwaldes zu katastrophalen Auswirkungen auf die ansässige Bevölkerung und Tierwelt. „Die Lösung kann nur eine Palmfettsteuer sein, damit es gelingt, dieses vermeintlich billige Fett durch heimisches Milchfett zu ersetzen: Im Sinne der Konsumenten und der heimischen Bauern und zum Erhalt unserer wertvollen Kulturlandschaft“, so Steinbichler. 

 

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