Wurm verfasste Europarats-Bericht zu Schutz für Frauen auf der Flucht

„Flucht von Frauen ist anders“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Frauen und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm hat in ihrer Funktion als Mitglied des Europarats zwei Jahre lang einen Bericht zum Thema Frauen auf der Flucht vorbereitet und erarbeitet, der vor kurzem als Europarats-Resolution beschlossen wurde. Kern der Entschließung sind Forderungen an die Mitglieds- und Beobachterstaaten des Europarats, um flüchtende Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung besser zu schützen. „Die Flucht von Frauen ist oft anders. Frauen sehen sich mit einer Vielzahl zusätzlicher geschlechtsspezifischer Fluchtgründe, aber auch mit besonderen Gefahren während der Flucht, konfrontiert. Aufgabe der Zielländer muss sein, geflüchteten Frauen spezifischen Schutz und Unterstützung zu geben, so Gisela Wurm. **** 

„Frauen und Mädchen sind am gesamten Weg ihrer Flucht aus den Kriegs- und Terrorgebieten bis hin zu den oft nur vermeintlich sicheren Flüchtlingsunterkünften Gewalt und Übergriffen ausgesetzt – es muss Aufgabe der aufnehmenden Staaten sein, diese besondere Verletzlichkeit mitzudenken und für die geflüchteten Frauen Bedingungen zu schaffen, die Sicherheit geben“, so Wurm. 

Im Zuge der sehr intensiven Vorarbeiten zum Bericht hat Wurm u.a. auch Reisen nach Berlin und Stockholm unternommen, um die dortigen Programme für geflüchtete Frauen zu studieren und im persönlichen Gespräch mit Asylwerberinnen mehr über deren spezifische Probleme zu erfahren – Erfahrungen, die auch in den Bericht eingeflossen sind. 

Der Bericht, den Gisela Wurm verfasst hat, listet einen Katalog von Maßnahmen auf zum Schutz von weiblichen Flüchtlingen und zur Verbesserung der Integrationsbedingungen für Frauen. Gefordert wird u.a. die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Belange in Asylverfahren, die Anwesenheit von Sozialarbeiterinnen, Dolmetscherinnen, Polizistinnen und Wärterinnen in Einrichtungen für Asylwerberinnen, separate Schlafmöglichkeiten und Bäder, sichere Räume in Transitunterkünften, Informationsmaterial in den Sprachen der Herkunftsländer sowie psychologische Hilfe und Gesundheitsförderung auch für die sexuelle und reproduktive Gesundheit. Integrationsmaßnahmen in den Zielländern sollten sich besonders auch an geflüchtete Frauen richten, etwa durch Sprachkurse oder Informationen zur Gleichstellung von Männern und Frauen. 

Service: Die deutsche Übersetzung des Berichts „Der Schutz von weiblichen Flüchtlingen vor geschlechtsspezifischer Gewalt“ (Entschließung 2159) findet sich hier: https://klub.spoe.at/sites/default/files/frauen-auf-der-flucht-resolution-deutsch.pdf 

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