Mister Roaming kritisiert Telekomfirmen

Ab morgen keine Roaming-Zuschläge mehr / Rübig rät bei Preiserhöhung: "Sich neues Angebot machen lassen oder kündigen"

Straßburg (OTS) - Deutliche Kritik an Telekomfirmen übt einer der Initiatoren des EU-weiten gratis Roamings, Paul Rübig.

"Manche Telekomkonzerne sträuben sich mit allen Mitteln gegen mehr Wettbewerb. Selbst das gesetzliche Ende der Roaming-Gebühren nutzen sie noch zum Tricksen", so der ÖVP-EU-Abgeordnete.

"Morgen kommen wir dem Traum von grenzenloser Kommunikation in Europa einen Riesenschritt näher. Trotzdem sind wir von einem wirklichen EU-weiten Digitalmarkt noch weit entfernt. Ich will, dass sich jeder Konsument den besten Anbieter zwischen Schweden und Italien aussuchen kann. Daran werden wir weiterarbeiten", sagt Rübig.

Für seine federführende Rolle bei den Verhandlungen der Roaming-Gesetze wird Rübig oft "Mister Roaming" genannt.

Rübig kritisiert, dass manche Telekomfirmen Preiserhöhungen mit den neuen Roaming-Regeln begründen. "Kundenfeindliche und nicht notwendige Preiserhöhungen bei den Inlandstarifen werden die Kunden mit Betreiberwechsel beantworten."

Rübig rät: "Wenn die Preise hoch gehen, sollte man sich ein neues Tarifangebot machen lassen oder kündigen."

"Anbieter, die sogar Tarife ohne Roamingmöglichkeit anbieten, verlieren nur Kunden und Umsatz. Es muss Schluss sein mit den alten nationalen Insellösungen", betont der Europaabgeordnete.

Rübig fordert von EU-Kommission und EU-Mitgliedsstaaten, neue Initiativen zur Durchsetzung eines EU-weiten digitalen Binnenmarkts vorzulegen.

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