„Aufstand der Königin“: Teil 3 des „Universum History“-Dreiteilers „Die Kelten“ am 16. Juni in ORF 2

Wien (OTS) - Die Kelten hatten im 1. Jahrtausend vor Christus Europa fest in ihrer Hand, ihre Stammesgebiete reichten von Anatolien im Osten über Zentraleuropa bis nach Britannien im Westen. Dort kam es im 1. Jahrhundert nach Christus zur Auseinandersetzung mit den Römern. Nachdem diese weite Teile des Kontinents erfolgreich eingenommen hatten, stießen sie auf Widerstand von einem unerwarteten Gegner – einer Frau. Königin Boudicca, Witwe eines Kelten-Herrschers, war nicht gewillt, ihren Teil des Reiches an die Römer abzutreten. Statt sich ihrem Schicksal zu ergeben, plante sie einen Rachefeldzug, wie „Aufstand der Königin“, der dritte und letzte Teil der „Universum History“-Trilogie „Die Kelten“ von Johannes Geiger und Heike Schmidt, am Freitag, dem 16. Juni 2017, um 22.45 Uhr in ORF 2 zeigt.

Nach dem Tod ihres Mannes, dem Icener-Herrscher Prasutagus, hatte Rom das gesamte Land unter römische Provinzialherrschaft gestellt – allerdings auf eine Weise, die selbst den römischen Historiker Tacitus zu scharfer Kritik veranlasste. Der königliche Palast und das Gebiet des Kelten-Stammes der Icener sei verwüstet worden, berichtete er, die Römer hätten Königin Boudicca und ihre beiden Töchter misshandelt. Eine Vorgangsweise, die gegen das römische Postulat einer maßvollen und gerechten Herrschaft verstieß. Und die sich Boudicca unter gar keinen Umständen gefallen lassen wollte. Im Jahr 60 nach Christus schlossen sich den Icenern unter Königin Boudicca auch die Trinovanten – ein benachbarter Keltenstamm – an. Gemeinsam zogen sie nach Camulodunum, der einstigen Hauptstadt der Trinovanten und nun Verwaltungssitz der Römer in Britannien. Ungehindert konnte sich der Zorn Boudiccas an der römischen Kolonie entladen. Spuren ihrer Zerstörungswut lassen sich bis heute in Colchester, nordöstlich von London, finden. Etwa 70.000 Römer hätten die Britannier niedergemetzelt, behauptete der römische Geschichtsschreiber Tacitus in Zusammenhang mit dem Boudicca-Aufstand. Von Camulodunum zogen Boudicca und ihre Verbündeten weiter zum römischen Handelsposten Londinium. Die heutige Weltstadt London war im Jahr 60 nach Christus eine aufstrebende Siedlung mit etwa 10.000 Einwohnern. Strategisch günstig an der Themse gelegen, erlangte sie vor allem wegen ihrer vielen Kaufleute größere Bedeutung. Auf ihrem Weg nach Londinium schlossen sich der Icener-Königin immer mehr Aufständische an. Ihr Hass drohte die Siedlung vollständig zu vernichten. Wie zuvor in Camulodunum wurden die römischen Bewohner ermordet und ihre Häuser in Brand gesteckt – beinahe kampflos, denn die Legionen des Kaisers befanden sich in einem anderen Teil der römischen Provinz.

Zahlenmäßig weit überlegen muss Boudicca fest an einen Sieg geglaubt haben. Doch schließlich schlugen die Römer die Kelten in einer Schlacht südwestlich der heutigen Stadt St Albans. Sie wurden von den Römern überraschend gestellt und hatten keine Chance, mit ihren Streitwagen zu entkommen. Boudicca überlebte die Schlacht, doch ihr Aufstand war beendet. Die Kelten in Britannien unterwarfen sich schließlich der römischen Herrschaft. Nur in unzugänglichen Gebieten im Nordwesten Britanniens, in Irland und in der Bretagne konnten Reste keltischer Kultur fortbestehen.

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