Gegen Hunger und Mangelernährung in Äthiopien

Menschen für Menschen arbeitet mit langfristiger Hilfe gegen den Hunger

Wenn wir Nothilfe leisten, sind dafür entsprechend mehr finanzielle Mittel notwendig“, so Rupert Weber. „Wir gehen mit unseren langfristig angelegten Projekten eine Verantwortung gegenüber den Frauen, Männern und Kindern in den Projektregionen ein. Wir sind ihnen und der langfristigen Entwicklung ihrer Heimat verpflichtet.
Rupert Weber

Wien (OTS) - Aktuell sind mehr als 7 Millionen Menschen in Äthiopien auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die Organisation Menschen für Menschen weiß, wie schwierig die Situation vor Ort ist. Damit Hunger und Mangelernährung möglichst keine Chance mehr haben, braucht es aber neben rascher Nahrungsmittellieferungen auch langfristige Hilfe, damit die Menschen Dürreperioden besser überstehen können und auch in Zukunft eine Perspektive in ihrer Heimat haben. Menschen für Menschen hilft daher in ganzen Regionen, nachhaltige Entwicklung und Ernährungssicherheit zu ermöglichen.

„Die aktuelle Situation ist dramatisch“, so Vorstandsvorsitzender Rupert Weber, „Hilfsorganisationen meistern Hand in Hand mit der Regierung die große logistische Herausforderung, die Betroffenen mit Nahrungsmitteln zu versorgen.“ Als die Dürre 2015 ihren Anfang nahm, startete auch Menschen für Menschen ein Nothilfeprogramm im Südosten des Landes, außerhalb der Projektgebiete. Mithilfe der eigenen Infrastruktur und den äthiopischen Mitarbeitern wurden bereits ab November 2015 32.500 Menschen mit Lebensmitteln versorgt.

1,7 Millionen an zusätzlichen Spenden für Nothilfe

Insgesamt brachte der österreichische Verein 1,7 Millionen Euro für die Nothilfemaßnahmen auf. Zusätzlich zur grundlegenden Arbeit in den Projektregionen. „Menschen für Menschen finanziert sich rein aus privaten Spenden“, so Rupert Weber. „Nur durch den raschen Einsatz unserer Spenderinnen und Spender und die sofortige großzügige Unterstützung unseres langjährigen Partners, der RED CHAIRity-Initiative konnten wir damals schnell handeln.“

Die rasch umgesetzte Nahrungsmittelhilfe wurde auch durch die Expertise im Land und die eigene Infrastruktur ermöglicht. Über 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – bis auf fünf Personen ausschließlich Äthiopierinnen und Äthiopier – setzen gemeinsam mit der Bevölkerung umfassende Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen um. In 12 langfristig angelegten Projekten ist Menschen für Menschen derzeit aktiv. Acht Projektregionen konnten bereits abgeschlossen werden.

Langfristige Wirkung der „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist erwiesen

„Wenn wir Nothilfe leisten, sind dafür entsprechend mehr finanzielle Mittel notwendig“, so Rupert Weber. „Wir gehen mit unseren langfristig angelegten Projekten eine Verantwortung gegenüber den Frauen, Männern und Kindern in den Projektregionen ein. Wir sind ihnen und der langfristigen Entwicklung ihrer Heimat verpflichtet.“

Dass diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ funktioniert, beweisen auch unabhängige Untersuchungen. Wie zum Beispiel eine Evaluierung der bereits abgeschlossenen Projektregion Merhabete fünf Jahre nach Beendigung der Maßnahmen. „Die Lebensbedingungen der Menschen in Merhabete haben sich nachhaltig verbessert“, so Dr. Jochen Currle von der Beratungsorganisation FAKT, die für die Durchführung der Nachhaltigkeitsstudie verantwortlich zeichnet, „Das Entwicklungsprogramm war der Anstoß für eine bis heute anhaltende Weiter- und Selbstentwicklung, die das Leben der Bevölkerung auch in Zukunft positiv beeinflussen wird.“

Dieses Ergebnis zeigt, dass Hunger kein Schicksal sein muss. „Wenn man die Bilder von den Hungersnöten sieht, fühlt man sich oft recht hilflos. Umso mehr bedeutet es uns, dass die Studie von FAKT uns auch von außen bestätigt, dass wir mit unserer Arbeit viel bewirken können“, so Rupert Weber. „Mindestens genauso wichtig ist für mich aber, wenn ich die Menschen in unseren Projektregionen besuche und sehe, wie eine Familie, die beim letzten Mal noch nicht wusste, was sie am nächsten Tag essen sollte, vor einem Feld steht, wo das Gemüse sprießt.“

Programmhinweis: Am 22 Juni sendet ORF III im Rahmen der Sendereihe „Im Brennpunkt“ einen Film von Marion Mayer-Hohdahl aus den Projektregionen von Menschen für Menschen.

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