Blümel: "Wiener Frühpensionssystem" führt unsere Sozialsysteme ad absurdum

Ungerechtigkeit gegenüber den Leistungswilligen – System gehört endlich abgeschafft

Wien (OTS) - „Nun hat auch der Rechnungshof in einem Rohbericht harsche Kritik an dem verfehlten "System Wiener Frühpension" geübt. Durch diese Politik werden unsere Systeme an den Abgrund gebracht. Und es ist eine massive Ungerechtigkeit gegenüber allen Leistungswilligen“, so ÖVP Wien Landesparteiobmann Stadtrat Gernot Blümel angesichts der Berichterstattung in der „Kronen Zeitung“.

"In der Stadt Wien gehen, laut Bericht der „Kronen Zeitung“, Beamte im Zeitraum 2010 bis 2015 mit durchschnittlich 57,6 Jahren nach wie vor so früh in Pension, wie nirgendwo sonst", so Blümel. Und der Anteil der krankheitsbedingten Ruhestandsversetzungen sei enorm hoch und werde nicht nur nicht einmal hinterfragt, sondern offenbar geduldet. Rund 80 Prozent aller Ruhestandsversetzungen aller Beamten erfolgen in Wien "vorzeitig". „Das ist völlig absurd und führt unser System ad absurdum. Diese Reform- und Realitätsverweigerung auf dem Rücken der Steuerzahler muss endlich ein Ende haben. Wien braucht eine vollkommene Trendumkehr“, so Blümel weiter.

Es könne nicht sein, dass man in Wien händeringend nach administrativem Personal im Bildungs-, Gesundheits- oder Sicherheitsbereich sucht, die Stadt Wien jedoch scharenweise Beamte in die Frühpension schickt. „Dieses System an Frühpensionen kostet den Steuerzahler 200 Mio. Euro im Jahr. Und Wien muss endlich die Pensionsreform der schwarz-blauen Bundesregierung für Beamte der Gemeinde Wien nachvollziehen. Auch das kostet den Steuerzahler noch einmal 350 Mio. Euro“, so Blümel weiter.

Es sei auch völlig unverständlich und unverantwortlich, dass kontinuierlich weiterhin Frühpensionierungen "aus organisatorischen Gründen", ohne Notwendigkeit und gegen den Willen der Mitarbeiter durchgeführt werden. "Diese Bestimmung, die ein bewusstes gesetzliches Schlupfloch bildet, muss endlich abgeschafft werden. Und das "System Wiener Frühpension" muss endlich stillgelegt werden. Ein Kurswechsel ist mehr als überfällig“, so Blümel abschließend.

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