NEOS: Uni-Ranking zeigt Österreichs Nachholbedarf auf

Claudia Gamon: „Aktuelles QS-Ranking verdeutlicht die Dringlichkeit der Studienplatzfinanzierung“

Wien (OTS) - Im „QS World University Ranking 2018“ gelingt es mit der Universität Wien und der Technischen Universität Wien wiederum nur zwei heimischen Hochschulen unter die besten 200 der Welt vorzustoßen. „Die Leistungen der österreichischen Universitäten sollen deswegen nicht in ein falsches Licht gerückt werden“, sagt NEOS-Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon. „Unter den politisch vorgegebenen Rahmenbedingungen ist das eine nicht zu unterschätzende Leistung. Speziell in der Forschung ist man in einigen Bereichen Weltspitze.“

Im aktuellen Ranking zeigt sich einmal mehr die anhaltende Dominanz anglo-amerikanischer Institute und mittlerweile ein etablierten Anteil asiatischer Topuniversitäten. Unter den kontinentaleuropäischen Hochschulen ist die Schweiz Spitze, unter den TOP 100 finden sich auch deutsche und schwedische Universitäten. „Das zeigt deutlich, dass sich die öffentliche Finanzierung der Universitäten direkt im Ranking niederschlägt“, zeigt Gamon auf: Österreich gibt rund 3,8 Mrd. € für seine Hochschulen aus, Bayern 6,3 Mrd. € und die Schweiz 7,2 Mrd. €. Die Schweiz hat vier Institute unter den Top 100, Bayern zwei.

„Dass wir dieses Finanzierungsniveau nicht von heute auf morgen erreichen werden, ist bedauerlich wie einsichtig. Die nun abtretende Bundesregierung hat aber gleich auf mehreren Ebenen versagt“, kritisiert Claudia Gamon. „Das gestrige Scheitern der beinahe auf Schiene gebrachten Studienplatzfinanzierung zeigt, wie verantwortungslos die Regierungsparteien mit der Zukunft der österreichischen Universitäten umgehen, nur um politisches Kleingeld zu schlagen. Die Studienplatzfinanzierung wäre abseits der Absicherung der Uni-Budgets das Instrument gewesen, die Universitäten zukunftsfit zu machen. Das wurde versäumt und nun ist es bereits 5 Minuten nach 12. Das heute veröffentlichte Ranking ist der verspätete Wecker.

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