VP Benger: Unterkärnten braucht Verladebahnhof Kühnsdorf!

Verladebahnhöfe sind Basis-Infrastruktur für Wirtschaftsstandort. Kühnsdorf muss erhalten bleiben! Infrastrukturminister und ÖBB am Zug!

Klagenfurt (OTS) - 2022/23, wenn die Koralmbahn in Betrieb geht, wird der derzeitige Bahnhof Kühnsdorf aufgelassen. Parallel gibt es am Standort Bahnhof Kühnsdorf den Interkommunalen Gewerbe Park (IGP) Jauntal, bei dem sich 13 umliegende Gemeinden beteiligen wollen. Für diesen IGP Jauntal sind 30 Hektar optioniert. „Der Verladebahnhof Kühnsdorf ist für den Wirtschaftsstandort Unterkärnten und dessen künftige Entwicklung eine Lebensader. Wer die kappt, vernichtet Unternehmen, Arbeitsplätze, eine ganze Region“, findet LR Christian Benger scharfe Worte für die Zukunft des Bahnhofes Kühnsdorf.

Wenn der derzeitige Bahnhof Kühnsdorf aufgelassen wird, verliert die Region die Möglichkeit, auf die neue Koralmbahn Güterzüge zu bringen. „Das große Ziel aller und das Bemühen der Region mit den 13 Gemeinden ist, den Güterverladebahnhof Kühnsdorf zu erhalten und zu sichern! Infrastrukturminister und ÖBB müssen sich endlich bewegen“, so Benger anlässlich des heutigen Starts des letzten Bauabschnittes der Koralmbahn. Bis 2023 werden 130 Km Bahntrasse errichtet, die Strecke ist 10 km lang und führt von der Jauntalbrücke Richtung Mittlern.

Benger betont: „Ohne Güterverladebahnhof Kühnsdorf werden die bestehenden Anschlussbahnen (Mahle, Bosch Mahle, etc.) auch nicht mehr wirtschaftlich nutzbar sein. Nur in Verbindung mit Verladebahnhof Kühnsdorf, Bleiburger Schleife/Bahnhof Bleiburg können die Betriebe der Region in beide Richtungen Züge auf die Koralmbahn „stellen“.
Der Güterverladebahnhof in Kühnsdorf stellt die einzige Verladestelle für Handelsgüter zwischen Villach/Fürnitz und Graz dar. Bekanntlich gibt es bereits Kaufangebote an die ÖBB von privaten Unterkärntner Unternehmen, die den Anschluss nicht verpassen wollen.

Benger setze sich daher vehement für die Anbindung des Verladebahnhofs Kühnsdorf an die neue Streckenführung an „weil Vorbeifahren keinen wirtschaftlichen Nutzen bringt“.

„Nur durch ein Zusammenwirken der Standorte Kühnsdorf und Fürnitz kann Kärnten ein wichtiges Logistik-Drehkreuz an der Baltisch-Adriatischen Achse werden“ zeigt sich Benger überzeugt. Kärnten hat mit der Baltisch-Adriatischen-Achse – der Schienenhochleistungsverbindung von der Ostsee an die Adria - die historische Gelegenheit, als wichtige Logistikdrehscheibe den zentral- und osteuropäischen Raum mit der Alpe-Adria-Region und den nordadriatischen Häfen zu verbinden. Mit 24 Mio. Tonnen Güteraufkommen pro Jahr ist diese Verbindung von besonderer Bedeutung für unser Land. (Schluss)

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