Bundesschulsprecher: Integration geht nicht nebenbei

Bildungsministerin gefordert: Anteil von Schülerinnen und Schülern, die die Unterrichtssprache nicht ausreichend beherrschen, wird von Jahr zu Jahr größer

Wien (OTS) - „Die Aufgaben, vor die alle Schülerinnen und Schüler gestellt werden, sind keine leichten. Durch ein gutes Bildungssystem muss gewährleistet sein, dass wir die bestmögliche Bildung zu Verfügung gestellt bekommen. Wenn unser Bildungssystem aber gerade daran scheitert, Kindern, die einen Migrationshintergrund haben, das grundlegendste Werkzeug, nämlich die deutsche Sprache, nicht mitzugeben, ist das problematisch. Man muss handeln, wenn der Anteil der 15-Jährigen mit Migrationshintergrund in Österreich im letzten Jahrzehnt um über 50 % gestiegen ist. Die Unterrichtssprache Deutsch ist nicht nur für den schulischen Erfolg, sondern auch für die Bildung sozialer Kontakte absolut notwendig.“, so Bundesschulsprecher Harald Zierfuß.

Der Bundesschulsprecher weiter: „Man kann Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund mit dieser Aufgabe nicht alleine lassen. Gleichzeitig kann man das Niveau aller Klassen nicht so weit herunterschrauben, dass auch jene ohne adäquate Deutschkenntnisse mitkommen. 10-jährige mit Migrationshintergrund weisen eklatant schwächere Leistungen, speziell beim Lesen und in Mathematik auf. Man muss diese Kinder fördern, aber es darf auf keinen Fall auf die anderen Schülerinnen und Schüler vergessen werden – auch ihre Talente müssen gefördert werden. Wir brauchen die beste Bildung – für jede Schülerin und jeden Schüler mit und ohne Migrationshintergrund.“

Die Bundesschülervertretung (BSV) ist die gesetzlich gewählte Vertretung aller 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler. Sie setzt sich aus 27 Landesschulsprechern und zwei Sprechern der Zentrallehranstalten zusammen. Der derzeitige Bundesschulsprecher Harald Zierfuß kommt aus der Schülerunion.

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Harald Zierfuß
Bundesschulsprecher
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