APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Kurz, Kern und Darabos aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 26.05.2017 bis 01.06.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche erneut Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Der designierte Vorsitzende der ÖVP, der beim Parteitag am 1. Juli in Linz offiziell gewählt werden soll, liegt in einer aktuellen Meinungsumfrage des Market-Instituts mit 36 % an erster Stelle in der Kanzler-Frage. Bundeskanzler Christian Kern würden derzeit hingegen nur 30 % der Befragten in einer Direktwahl zum Kanzler wählen. Laut Market-Institut-Chef David Pfarrhofer sei Kurz momentan das „New Kid on the Block“, was sich in positiven Umfragewerten niederschlage. Ob daraus bei der vorgezogenen Nationalratswahl am 15. Oktober tatsächlich Wählerstimmen werden, sei offen, so Pfarrhofer. Ein konkretes Wahlprogramm seiner Liste will Kurz laut einem APA-Interview im September präsentieren. Kurz nennt die drei Bereiche Wirtschaftsstandort Österreich, Sozialsystem und Sicherheit als wichtige Agenden. Ab Mitte Juni will er mit Experten und der Bevölkerung bei sogenannten „Österreich-Gesprächen“ seine Ideen und Vorschläge diskutieren – im September würde er dann preisgeben, wie er „politisch ticke“, so Kurz.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der burgenländische Landesrat und frühere Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) auf Platz 3 im Ranking. Darabos war am Donnerstag zur Befragung in den Eurofighter-Untersuchungsausschuss im Parlament geladen. In seine Zeit als Verteidigungsminister von 2007 bis 2013 fiel ein Vergleich mit dem Eurofighter-Hersteller EADS. Dabei wurden statt 18 Jets der modernen Tranche 2 nur 15 Flugzeuge der ersten Baureihe geliefert. Darabos sprach von Einsparungen von 370 Millionen Euro – der Rechnungshof sah aber in seinem Bericht lediglich 267 Millionen Euro an Zahlungserleichterungen. Birgit Caesar-Stifter, Leiterin der Abteilung "Äußeres/Verteidigung" im Rechnungshof, sagte dazu am Mittwoch im Untersuchungsausschuss, viele der Vorgänge seien weder nachvollziehbar noch dokumentiert. Beispielsweise sei wenig plausibel, warum Darabos 2007 auf das Rücktrittsrecht vom Vertrag verzichtet hätte, obwohl schon damals bekannt war, dass EADS Lieferprobleme mit der neueren Serie der Jets hatte. Ebenfalls kritisiert wurde, dass Darabos den Vergleich mit EADS bereits kurz vor der Präsentation eines von ihm in Auftrag gegebenen Gutachtens unterzeichnete.

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