Arbeitswelt 4.0 - Schieder: „Neue Realitäten der Arbeitswelt erfordern neue Antworten“

Deutsche Ministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, bei Veranstaltung des SPÖ-Parlamentsklubs

Wien (OTS) - Zum Thema „Arbeitswelt 4.0“, mit dem sich der SPÖ-Parlamentsklub schon länger beschäftigt
(https://klub.spoe.at/sites/default/files/standpunkte_digitalisierung
.pdf), hat SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder am Donnerstagabend die deutsche Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, (SPD) zu einem Vortrag ins Wiener Museumsquartier geladen. „Neue Realitäten der Arbeitswelt erfordern neue Antworten. Verantwortung der Sozialdemokratie ist es, Chancen und Risken der Digitalisierung so zu beantworten, dass sie sich nicht negativ auf die Gesellschaft auswirkt, sondern, dass für die Menschen etwas Besseres rauskommt“, erklärte SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder in seinen Begrüßungsworten. Die Sozialdemokratie war und ist nicht fortschrittsfeindlich, „wir wollen Zukunft gestalten, unseren Wohlstand und die soziale Absicherung erhalten und den Standort Österreich sichern“, so Schieder. ****

3D-Drucker, Internet of Things, Big Data, Crowdsourcing und ähnliche Schlagwörter zeigen, dass die digitale Revolution – ähnlich wie die industrielle Revolution mit der Erfindung der Dampfmaschine – nicht ausschließlich an einem Ereignis fest zu machen ist. Wir befinden uns, so Schieder, im ersten Drittel eines Prozesses, der fundamentale Veränderungen im kulturellen, sozialen und Arbeitsleben mit sich bringe. Die Arbeitswelt ändere sich mit dem Anstieg von prekär Beschäftigten zunehmend und immer mehr Menschen fänden sich in unsicheren, oft befristeten Arbeitsverhältnissen wieder, in denen auch die Grenzen zwischen Arbeit und Privatsphäre immer mehr verschwimmen.

Die deutsche Ministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, hat sich in ihrem Weißbuch „Arbeiten 4.0“ und im gestrigen Vortrag mit der Frage auseinandergesetzt, wie die soziale Marktwirtschaft in einem europäischen Modell mit guter Arbeit, mit Mitbestimmung, mit hohen Bildungs- und Qualifizierungsanforderungen und sozialer Absicherung in die neue Zeit der Digitalisierung der Arbeitswelt hineinmodifiziert und verändert werden.

„Viele Beschäftigte haben den Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und Zeitsouveränität. Dazu gehört auch die Möglichkeit, aus Teilzeit wieder in die vorherige Arbeitszeit zurückzukehren“, skizzierte Nahles ihren Vorschlag für Deutschland nach einem Wahlarbeitszeitgesetz, mit dem Recht für Beschäftigte, ihre Arbeitszeit der Lebensphase anzupassen oder Flexibilität der Arbeitszeit und Arbeitsort sich mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren. (Schluss) sl

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