Lopatka zu Alois Mock: Wir trauern um einen überzeugten Österreicher, glühenden Europäer und eine der großen Persönlichkeiten der ÖVP

ÖVP-Klubobmann: Dr. Alois Mock hat die österreichische Politik und die Volkspartei durch Zielstrebigkeit und Weitsicht nachhaltig geprägt

Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Alois Mock hat die Volkspartei und auch Österreich durch Zielstrebigkeit und Weitsicht geprägt wie kaum ein anderer. Mit ihm verlieren wir einen überzeugten Österreicher, großen Politiker, wahren Staatsmann und eine der großen Persönlichkeiten unserer ÖVP“, zeigt sich Klubobmann Dr. Reinhold Lopatka im Namen des Parlamentsklubs der Österreichischen Volkspartei tief betroffen von der Nachricht des Ablebens des ehemaligen Bundesparteiobmanns, Vizekanzlers, Außen- und Unterrichtsministers und Klubobmanns.

„Alois Mock war, ist und bleibt ein Vorbild für uns alle. Es waren die durch ihn gelebte Seriosität, Menschlichkeit, Disziplin, Anständigkeit, Beständigkeit und auch Herzensbildung, die über Partei- und Landesgrenzen hinaus bewundert und geschätzt wurden“, so der ÖVP-Klubobmann weiter. Als glühendem Europäer, der die Idee eines vereinten Europas nicht nur vorangetrieben und maßgeblich unterstützt sondern auch gelebt habe, seien ihm die Werte des Friedens, der Freiheit und der Demokratie die höchsten Güter gewesen. Gerade angesichts der großen Herausforderungen, vor denen Europa heute stehe, seien es eben diese Werte, die es mehr denn je hochzuhalten gelte.

Lopatka, der auch außenpolitischer Sprecher der ÖVP ist, betont:
„Alois Mock, der bis zuletzt Ehrenparteiobmann der Volkspartei war, hat viel für das außen- und europapolitische Ansehen unserer Republik getan. Ob als Außenminister, Präsident der Europäischen Demokratischen Union, Präsident der Internationalen Demokratischen Union oder auch als Präsident der Coudenhove-Kalergi-Stiftung – von seinem Engagement profitiert Österreich bis heute.“

Fest verankert im historischen Gedächtnis Europas und der Welt bleibe etwa die Durchtrennung des Stacheldrahtzauns an der österreichisch-ungarischen Grenze im Jahr 1989, die er als Außenminister gemeinsam mit seinem ungarischen Amtskollegen durchführte. Ebenso seien seine Arbeit für den EU-Beitritt Österreichs und sein unermüdlicher Einsatz für ein österreichisches Ja zu Europa „ein Meilenstein in der Geschichte unsers Landes“ gewesen. Außerdem habe Dr. Alois Mock sich mit diplomatischem Geschick im Jahr 1991 mit dafür stark gemacht, die Teilrepubliken Slowenien und Kroatien als unabhängige Staaten anzuerkennen. 1992 erreichte er den Abschluss der Verhandlungen zum Südtirol-Paket und die Beilegung der Streitigkeiten bei den Vereinten Nationen.

Als überzeugter Christ habe Mock seine politische Arbeit stets an den christlich-sozialen Werten orientiert und dabei seinen Einsatz über die Parteipolitik gestellt. „Sein Verständnis von Politik als Dienst an Land und Leuten, sowie auch seine Menschlichkeit haben die österreichische Politik über Jahrzehnte bereichert und wurden allseits geschätzt“, sagt Lopatka. Mit ganzer Kraft habe Alois Mock gegen seine jahrelange, schwere Krankheit gekämpft und sei dabei nie vom Mut verlassen worden. „Alois Mock war ein nicht zu entmutigender Kämpfer und Optimist. Heute trauern wir um ihn, dem wir in der Volkspartei und in Österreich stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten in diesen schweren Stunden vor allem seiner Frau Edith, die ihm über viele Jahrzehnte zur Seite gestanden ist und ihm die größte Unterstützung war“, schließt Lopatka.
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