NEOS Wien/Meinl-Reisinger: Heumarkt-Umwidmung darf nicht durchgepeitscht werden

Beate Meinl-Reisinger: „Die Optik ist verheerend, wenn alle Parteien außer NEOS Verstrickungen zum Verkaufsprozess aufweisen.“

Wien (OTS) - „Die für heute geplante Umwidmung für das Bauprojekt am Heumarkt muss von der Tagesordnung genommen werden. Die drohende Aberkennung des Weltkulturerbes in Kauf zu nehmen, ist eine schwerwiegende Entscheidung, sie darf nicht ohne die Bevölkerung getroffen werden. Viel schlimmer sind aus NEOS-Sicht aber die Verstrickungen aller anderen Parteien mit dem Netzwerk rund um die Investoren“, begründet NEOS Wien-Klubvorsitzende Beate Meinl-Reisinger den Absetzungsantrag, den NEOS Wien heute im Gemeinderat einbringt.

„Die Stadträtin Maria Vassilakou will verhindern, dass das Areal zum Objekt von Spekulationen wird. Tatsächlich war der Heumarkt von Anfang an ein Spekulationsobjekt, denn der Käufer Franz Guggenberger von ‚Buntes Wohnen‘ und Investor Michael Tojner von Wertinvest waren bereits lange vor dem Heumarkt-Deal gemeinsam an Firmen beteiligt. Im Firmenbuch wechselten zwar immer wieder die Besitzer der Projektgesellschaft, aber immer war zumindest einer der beiden Geschäftsfreunde Tojner und Guggenberger führend beteiligt“, berichtet Meinl-Reisinger.

Die Verstrickungen um das Bauprojekt reichen bis in die Wiener Politik hinein: „Am Weg berücksichtigte man offenbar Bedürfnisse von Menschen in SPÖ-, ÖVP-, FPÖ- oder Grünen-Netzwerken: Aus der ÖVP heraus wurde das Grundstück zu billig verkauft, an eine Firma aus dem SPÖ-Dunstkreis. Im Laufe der Jahre haben auch Personen aus dem Hypo-Alpe-Adria-Umfeld profitiert und Christoph Chorherr lässt sich seine Sozialprojekte von einer Firma, an der Tojner beteiligt ist, sponsern“, erklärt die Klubobfrau.

„Was wäre, wenn die Grünen nicht in der Regierung wären und es sich um eine andere Partei handeln würde? Würden die Grünen dann auch das Bauprojekt mit dieser Vehemenz durchpeitschen wollen? Das ist die reine Heuchelei! Aus all diesen Gründen und weil bisher eine breite öffentliche Debatte über den Umgang Wiens mit seinem kulturellen Erbe fehlt, darf die Umwidmung heute nicht beschlossen werden“, betont Meinl-Reisinger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

NEOS – Klub im Wiener Rathaus
Presse
0664 849 15 51
kornelia.kopf@neos.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKW0002