Hörl: „Vermeintliche Erfolge können dringenden Handlungsbedarf nicht kaschieren - erhöhte Mehrwertsteuer muss weg!“

Wertschöpfung und Spannen sinken immer weiter

Die Ungerechtigkeit unterschiedlicher Steuersätze soll man nicht belassen und dann evaluieren, sondern lieber heute als morgen wieder abschaffen!
Franz Hörl, Landesobmann Tiroler Wirtschaftsbund

Innsbruck (OTS) - Franz Hörl, Landesobmann des Tiroler Wirtschaftsbundes, unterstreicht die jüngsten Aussagen von Wirtschaftsminister Harald Mahrer zur Situation im heimischen Tourismus. „Ich kann den Befund des Ministers nur teilweise bestätigen. Denn eines muss uns klar sein: Die vermeintlichen Erfolge können den dringenden Handlungsbedarf nicht kaschieren“, betont Hörl. Dazu zählen aus Sicht Hörls vor allem die einnahmenseitige Situation bei heimischen Tourismusbetrieben. Hinzukommen massive politische Fehlgriffe, die zur Verschärfung der Situation beitragen“, spricht Hörl unter anderem die Mehrwertsteuererhöhung auf 13 Prozent an. „Die Ungerechtigkeit unterschiedlicher Steuersätze soll man nicht belassen und dann evaluieren, sondern lieber heute als morgen wieder abschaffen!"

„Wertschöpfung und Spannen sinken immer weiter. In dieser Form erkaufen wir uns Nächtigungszahlen zu einem verdammt hohen Preis“, erklärt Hörl und kritisiert den eingeschlagenen Weg des Preisdumpings. Dies betrifft vor allem, aber nicht nur, die Sommersaison. „Wir reden zwar immer davon, dass der Sommer als Tourismussaison an Stärke zurückgewinnt, verschweigen aber, dass damit kaum Geld verdient wird“, so der Landesobmann. Dies sei eine fatale Entwicklung, die die Wirtschaftskraft des Tourismus "enorm und nachhaltig" schade. Zudem bezeichnet Hörl die Entwicklung auch als falsche Positionierung. „Preis und Leistung müssen zusammenpassen – hier besteht ein teils massives Ungleichgewicht, weil viel mehr geboten als dafür kassiert wird!“ Zahlen belegen, dass es beinahe nur noch in den Top-Destinationen möglich ist, erfolgreich zu wirtschaften. Hörl: "Die Zahlen sind seit Jahren enttäuschend und werden nicht besser. Real ist sowohl die Lage beim Umsatz pro Bett, als auch die Entwicklung mit weniger als einem Prozent plus während der vergangenen zehn Jahre enttäuschend“, so Hörl, der auf das Beispiel Lechtal in Tirol verweist, wo der Jahresumsatz pro Bett bei 2.700 Euro liegt. „Wenn das unser erfolgreicher Tourismus ist, dann haben wir ein echtes Problem!"

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