AK-Kärnten: Vollversammlung im Zeichen von 25 Jahre Rechtsschutz

Die AK ist die führende Institution, wenn es um die Rechtshilfe für Arbeitnehmer geht. Ein Service, der in Kärnten inzwischen nicht mehr wegzudenken ist.

Klagenfurt (OTS) - Im Parlament der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stand am Donnerstag 25 Jahre Rechtsschutz der AK Kärnten als zentrales Thema auf der Tagesordnung. „Die AK ist die führende Institution, wenn es um die Rechtshilfe für Arbeitnehmer geht. Ein Service, der in Kärnten inzwischen nicht mehr wegzudenken ist“, sagte AK-Präsident Günther Goach. Der live ins Internet übertragenen Vollversammlung lagen sieben Resolutionen, 13 Anträge und eine Petition zur Beschlussfassung vor.  

„Der Rechtsschutz der Arbeiterkammer setzt für die Arbeitnehmer bereits seit 25 Jahren deren Rechte durch und ist die zentrale Aufgabe unserer Institution neben vielen anderen Serviceleistungen“, begann AK-Präsident Günther Goach und betonte die Leistungen der Arbeiterkammer Kärnten: „310,8 Millionen zurückgeholt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, rund 1,3 Millionen Anfragen und rund 144.000 Vertretungen sprechen für sich“. 

Bei der live im Internet übertragenen Vollversammlung bekannte sich Goach zu mehr gelebter Demokratie: „Wir sind einen weiteren Schritt zu mehr Transparenz gegangen - 200.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, unsere Arbeit direkt zu verfolgen“. 

Über Fraktionsgrenzen hinaus

„Vieles ist noch zu tun, aber es kann klar gesagt werden, dass wir über alle Fraktionsgrenzen hinaus stolz sein können, dass wir als Arbeiterkammer gemeinsam für die hart arbeitenden Menschen da sind“, so Goach. Alle Fraktionsführer sprachen sich klar für die Arbeiterkammer aus und bestätigten die gemeinsame und faire Zusammenarbeit.  Zustimmend sagte der wiedergewählte ÖGB-Präsident Hermann Lipitsch: „Arbeiterkammer und Gewerkschaft werden Seite an Seite marschieren und ihre Leute weiterhin mit aller Kraft vertreten“. 

Pflege und Flexibilisierung im Fokus

Für den AK-Präsidenten ist die Pflege eine öffentliche Aufgabe: „Pflegebedienstete müssen oft zu Schandlöhnen arbeiten. Wir sind täglich mit Mitarbeitern des Pflegebereiches konfrontiert – wer etwas leistet, sollte auch dementsprechend bezahlt werden“. Das Pflegethema ist ein gesellschaftspolitisches Problem. „Die Arbeitsbedingungen im Pflegebereich führen dazu, dass Pflegekräfte nach sechs bis sieben Jahren aus psychischen und gesundheitlichen Gründen aus ihrem Beruf ausscheiden müssen“, so der AK-Präsident und fordert: „Es muss unbedingt ein Umdenkprozess bei den Bürgermeistern eingeleitet werden, dass die Forderungen finanziell nicht zu bewerkstelligen sind.“

Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sprach Goach das Thema der Arbeitszeitflexibilisierung an: „Mitten in der Diskussion der Arbeitszeitflexibilisierung wird oftmals nicht unbedingt viel Konkretes diskutiert, denn hinterfragt man genau was dahintersteht, gibt es von vielen Unternehmen keine Antwort“, so der AK-Präsident und gibt als Beispiel die Unvereinbarkeit von Flexibilisierung und Familie: „Wir sind mit den Kollektivverträgen bereits flexibel, vorher sollte die Frage der Kinderbetreuung geklärt werden. Es kann nicht sein, dass die Menschen um 7 Uhr ihre Arbeit beginnen und der Kindergarten um 7:30 Uhr öffnet“ 

Forderungen an Land und Bund

Die Arbeiterkammer Kärnten fordert eine Umsetzung folgender Resolutionen und Anträge, die in der Vollversammlung verabschiedet wurden:

  • Verbesserung für Kärntner Pendlerinnen und Pendler
  • Bundesförderung für Kärntner Start-ups
  • Reform der Kärntner Raumordnung – Eindämmung der Zunahme von Zweitwohnsitzen
  • Digitale Bildung im Schulbereich
  • Senkung der Unterschreitungsgrenze nach dem Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz (LSD-BG)
  • Zweiter Schritt für Steuerreform
  • Kostenregulierung auch für EU-Auslandstelefonate
  • Pflegefreistellung ausdehnen
  • Langzeitpflege absichern
  • Pendlerpauschale – Indexanpassung und Überarbeitung

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