Blümel: Rot-Grün beim Heumarkt-Projekt doppelt unehrlich

Rot-Grün nimmt Verlust des Weltkulturerbe-Status bewusst in Kauf – Unehrlichkeit der Stadtregierung gegenüber Bevölkerung, Investor und Weltkulturerbe

Wien (OTS) - „Das Heumarkt-Projekt ist ein Ausdruck doppelter Unehrlichkeit der rot-grünen Stadtregierung – unehrlich gegenüber dem Investor, mit dem man so nicht umgehen kann und unehrlich gegenüber dem Weltkulturerbe-Status und damit der Wiener Bevölkerung“, erklärte ÖVP Wien Landesparteiobmann Stadtrat Gernot Blümel im Rahmen der heutigen Diskussion im Wiener Gemeinderat: „Denn es ist vollkommen klar, dass mit der Umsetzung des Projektes der Weltkulturerbe-Status im Vorbeigehen abgeschafft wird. Es muss aber möglich sein, Weltkulturerbe und Stadtentwicklung in Einklang zu bringen“, so Blümel. Es gibt auch keine einzige Aussage von rot-grünen Politikern, wonach man den Weltkulturerbe-Status abschaffen möchte. Dennoch nehme Rot-Grün einfach in Kauf, dass es so sein wird. „Denn eines ist vollkommen klar, wenn heute diese Flächenwidmung durchgeht, kommt Wien auf die rote Liste und wird in der Folge der Weltkulturerbe-Status aberkannt. Das ist einfach Unehrlichkeit“, so Blümel. Denn ICOMOS habe dies von Beginn an ganz klar gemacht und im Laufe der Jahre auch immer wieder wiederholt.

Noch vor einem Jahr im März 2016 habe Stadträtin Vassilakou in der Fragestunde erklärt: „Die Stadt ist sich der Verantwortung bewusst, die Stadtentwicklung im Einklang mit dem Welterbe-Status zu betreiben.“ Jetzt sehe man, was von dieser Aussage zu halten sei. Dabei seien lediglich knapp zwei Prozent der Gebäude in Wien vom Weltkulturerbe-Status betroffen. Nach vielen Telefonaten mit der UNESCO sei vollkommen klar, „dass die Stadt Wien so verantwortungslos wie kein anderer Träger mit dem Weltkulturerbe-Status umgeht“, so Blümel. Andere Städte wie etwa Köln und Dresden haben sich bewusst für oder gegen den Status des Weltkulturerbes bei verschiedenen Projekten entschieden – in Köln mit dem Projektstopp eines Hochhauses, in Dresden mit einer klaren Abstimmung gegen den Weltkulturerbe-Status. Im Rest der Welt gehe der Weltkulturerbe-Status dagegen nur dann verloren, wenn im Zuge von Kriegen, Zerstörung und Terrorismus Weltkulturerbe-Stätte zerstört werden. „In Wien geht der Status verloren, weil Rot-Grün völlig unehrlich damit umgeht und einfach so nebenbei aufs Spiel setzt“, so Blümel.

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