Dreharbeiten zu Dornhelms topbesetztem und imposanten Event-Zweiteiler „Maria Theresia“

Mit u. a. Stockinger, Posch, Karl, Stemberger und Markovics

Wien (OTS) - Nach den ORF-Erfolgsproduktionen „Kronprinz Rudolf“ und „Das Sacher. In bester Gesellschaft“ widmet sich Robert Dornhelm nun erneut einem historischen Stoff: Zum Abschluss des multimedialen ORF-Programmschwerpunkts anlässlich des 300. Geburtstags von Maria Theresia macht der Oscar-nominierte Starregisseur Marie-Luise Stockinger zur jungen Herrscherin. Im Event-Zweiteiler „Maria Theresia“ erzählt das Nachwuchstalent und Burgtheater-Ensemblemitglied knapp drei Jahrzehnte österreichische Historie bis zu ihrer Krönung zur ungarischen Königin. Die Dreharbeiten zu zweimal 100 Minuten Historienepos führten das Team gestern, am Mittwoch, dem 31. Mai 2017, ins tschechische Schloss Valtice, das zur Kulisse für die Wiener Hofburg wurde. Auf eine Reise in die Vergangenheit begaben sich bei einem Presse-Set-Termin unter Anwesenheit von u. a. ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis und Produzent Oliver Auspitz u. a. die Hauptdarstellerinnen und -darsteller Marie-Luise Stockinger, Anna Posch, Fritz Karl, Zuzana Stivínová, Julia Stemberger, Karl Markovics und Bálint Adorjáni sowie Regisseur Robert Dornhelm.

In weiteren Rollen dieses aufwendig inszenierten Historien-Melodrams spielt seit Mitte April ein topbesetzter internationaler Cast um u. a. Vojtěch Kotek, Cornelius Obonya, Dominik Warta, Nathalie Köbli, Alexander Bárta, Zoltán Rátóti und Tatiana Pauhofová. Die Dreharbeiten in Tschechien, der Slowakei und Ungarn dauern bis 27. Juni. Jede Schauspielerin und jeder Schauspieler spielt in der eigenen Sprache. Das Drehbuch stammt von Mirka Zlatníková. Zu sehen ist der Zweiteiler voraussichtlich im Winter 2017/2018. „Maria Theresia“ ist eine Koproduktion von MR-Film und Maya Production mit Česká televize, ORF, Slovak RTVS, Hungarian MTVA & Beta Film.

Robert Dornhelm: „Ein Museumsbesuch soll es nicht werden“

„Mit unserem Zweiteiler ,Maria Theresia‘ darf sich das Publikum auf eine lebendige Zeitreise freuen, die historische Parallelen zur heutigen Zeit erkennen lässt“, gibt Regisseur Robert Dornhelm einen ersten Vorgeschmack auf seine neueste Produktion. „Das Ziel ist es aber nicht, Geschichtsbücher zu verfilmen oder eine Biografie auf die Fernsehbildschirme zu bringen. Ich möchte die heutige Zeit spüren, ein Museumsbesuch soll es nicht werden, wir wollen uns keine alten Bilder ansehen. Der Film wird dadurch interessant, dass es einen Zeitbezug ins Heute gibt. Und wenn ich an Maria Theresia denke, denke ich vielmehr an die Alleinherrscher unserer Zeit. Es geht um die Frage, was wir aus der Geschichte lernen können und was der Preis – die Vor- und Nachteile – einer Alleinherrschaft ist. Im Mittelpunkt steht jedenfalls die Liebesgeschichte zwischen Maria Theresia und ihrem Mann mit allen Konsequenzen. Ich schätze das Drehbuch sehr, weil es nicht nur ein Biopic ist, sondern auch Ironie und Witz hat und man sich dabei gut unterhalten kann. Einen kritischen Film über die Zeit haben schon andere gemacht. Es ist ein Film, der mit offenen Augen und auf eine witzige Art und Weise unterhält, sich aber trotzdem der schönen Kostüme und Eleganz der damaligen Zeit bedient. Wenn es mir gelingt, einen Film zum Schmunzeln und Mitfühlen zu machen, bin ich glücklich. Es ist kein historisch-korrekter Film, sondern ein Film, der hoffentlich ein größeres Bild einfängt.“

Marie-Luise Stockinger: „Wer war Maria Theresia? Man weiß es nicht“

Der Event-Zweiteiler „Maria Theresia“ konzentriert sich auf die ersten 30 Lebensjahre der Monarchin und zeichnet nicht das Bild der großen Kaiserin, sondern blickt auf ihre Jugend und die Zeit der schwierigen Machtergreifung. Nachwuchstalent und Burgtheater-Ensemblemitglied Marie-Luise Stockinger spielt in ihrer ersten großen Rolle in einem TV-Film die titelgebende „Maria Theresia“: „Es ist tatsächlich meine erste Dreherfahrung in einem so großen Ausmaß. Insgesamt sind es für mich 43 Drehtage, das ist länger, als eine Theaterproduktion probiert wird. Und ich muss gestehen, dass ich in der ersten Woche wirklich komplett erledigt war. Es ist ein ganz anderes Arbeiten, aber je länger wir drehen, umso einfacher wird es und umso mehr Spaß macht es auch“, so die 24-jährige Österreicherin. Wie Stockinger damit umgeht, dass sie gerade eine so bedeutende Persönlichkeit verkörpert: „Natürlich habe ich viele Biografien gelesen und jede Menge Vorarbeit gemacht. Man hat Tagebucheinträge, Briefe, Korrespondenzen. Aber letzten Endes denke ich: Wer war Maria Theresia? Man weiß es nicht. Was kann ich also mehr tun, als das herzunehmen, was sie ist: Eine junge Frau in schwierigen Umständen. Wie würde ich damit in diesen ganz konkreten Situationen umgehen? Das Spannendste für mich waren zwei Aussagen, die ich über sie gelesen habe: Zum einen, dass ihr Gesicht alles verrät. Zum anderen, dass sie es weiß, sich so zu verstellen, dass man weder aus ihrer Gestik noch aus ihrer Mimik weiß, was sie denkt. Das gibt ein großes Spannungsfeld. Außerdem soll sie in jungen Jahren eine hervorragende Schauspielerin gewesen sein, die auch bei den Hoftheaterstücken dabei war. Das finde ich spannend. Ein Mädchen, eine junge Frau, die weiß, wie es ist, Rollen zu spielen, und sich für jede Situation Rollen zulegt. Der Hofstatt, die Monarchie, das war ein großes Hofburgtheater, und sie war die oberste Regisseurin, die ihre Rollen in petto gehabt hat. Ob sie Landesmutter spielen soll, das Opfer von politischer männlicher Aggression oder eine heilige Marienerscheinung – sie wusste ganz genau, wo sie was einsetzen soll, und das ist für mich die spannendste Herangehensweise. Und ich hoffe, dass man hinter dieser wunderschönen Aufmachung den Menschen sieht.“ Und Stockinger abschließend über das Drehen in unterschiedlichen Sprachen: „Zu Beginn war das ein wenig beängstigend, mittlerweile empfinde ich es die unterschiedlichen Erfahrungen, die man bei einem solchen internationalen Projekt macht, als sehr bereichernd.“

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Maria Theresia auf Flimmit

Passend zum 300. Geburtstag Maria Theresias präsentiert die heimische Online-Videothek Flimmit eine eigene Film- und Serien-Kollektion zum Thema „Adel in Europa – Macht und Intrigen“. Darunter findet sich auch die teuerste jemals in Europa realisierte Historienserie „Versailles“, die die Herrschaft des jungen Sonnenkönigs Ludwig XIV. erzählt. Mehr Informationen dazu unter www.flimmit.com.

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