Welttag des Kindes: WKÖ-Schultz fordert flexible und qualitätsvolle Kinderbetreuung

WKÖ-Vizepräsidentin und FiW-Bundesvorsitzende: „Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch lange nicht abgeschlossen“

Wien (OTS) - Berufstätige Eltern stehen oft vor Betreuungsengpässen und haben Schwierigkeiten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen – ein Drahtseilakt und eine enorme Herausforderung für das gesamte Familienleben. „Anlässlich des heutigen Welttag des Kindes muss natürlich das Wohl der Kinder im Mittelpunkt stehen“, betont Martha Schultz, Bundesvorsitzende der Unternehmerinnenvertretung Frau in der Wirtschaft (FiW) und WKÖ-Vizepräsidentin unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit von qualitativ hochwertiger und flexibler Kinderbetreuung. „Denn diese dient dem Wohl der Kinder ebenso wie jenem der Eltern“, bekräftig Schultz die FiW-Forderung, genügend Kinderbetreuungsplätze zu schaffen und die Öffnungszeiten der modernen Arbeitsrealität anzupassen.

 Aber nicht nur die Betreuung der Kleinsten müsse endlich optimiert werden: Die bevorstehenden Ferien stellen – bei aller Vorfreude der Kinder – für viele Familien eine große Belastungsprobe hinsichtlich der Betreuung dar. Hier muss dringend eine passende Ferienbetreuung sichergestellt werden – natürlich ebenso qualitativ hochwertig und leistbar, fordert Schultz. Zudem pocht FiW seit langem auf eine Vereinheitlichung der bisherigen schulautonomen Tage. Ein weiterer wesentlicher Punkt für Schultz ist die Absetzbarkeit von Kinder-Betreuungskosten, die momentan nur für Kinder bis zehn Jahre gilt. Das heißt, Eltern können Betreuungskosten in Höhe von maximal 2.300 Euro pro Kalenderjahr und Kind absetzen. Schultz: „Dieser Betrag muss erhöht und die Altersgrenze auf 14 Jahre erweitert werden.“

 Schultz: Flexiblere Zeiteinteilung käme Eltern wie Kindern zugute

 Auch eine flexiblere Einteilung der Arbeitszeit käme vielen Familien und Kindern zugute, so die Sprecherin der rund 120.000 österreichischen Unternehmerinnen. „Die Wirtschaft sollte flexibel auf die Bedürfnisse unserer Familien reagieren können und nicht durch rahmenrechtliche Bestimmungen ausgebremst werden“, so Schultz. Gerade durch die Digitalisierung erfährt die Arbeitswelt einen massiven Umbruch – verbunden mit neuen Chancen, gerade für berufstätige Eltern. „Durch die Erreichbarkeit über Mobile Devices verliert die Arbeitsplatzpräsenz an Bedeutung. Die arbeitsrechtlichen Rahmengesetze sollten nun gleichermaßen angepasst werden,“ so Schultz abschließend.

 Frau in der Wirtschaft (FiW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vertritt die Interessen der rund 120.000 österreichischen Unternehmerinnen. Diese leisten einen maßgeblichen Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand in Österreich: Mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich (rund 37 Prozent) wird von einer Frau geleitet und bereits 44 Prozent der Unternehmensneugründungen erfolgen durch Frauen. (PWK455/ES)

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