Arbeitsmarktexpertin Pühringer: „,Freies Spiel der Kräfte´ für Unterstützung älterer langzeitarbeitsloser Menschen nutzen“

arbeit plus-Vertreterin appelliert an die Parlamentarier*innen, Aktion 20.000 im Nationalrat zu beschließen und damit Grundlage für Start im Sommer zu schaffen

Wien (OTS) - „Das derzeitige Kräftemessen in der österreichischen Innenpolitik darf nicht auf dem Rücken benachteiligter Menschen ausgetragen werden“, ist Judith Pühringer, Geschäftsführerin von arbeit plus, überzeugt. Aus diesem Grund appelliert die Arbeitsmarktexpertin an die österreichischen Nationalratsabgeordneten, das „freie Spiel der Kräfte“ für den Beschluss der Gesetzesnovelle zur Aktion 20.000 zu nutzen und damit die rechtliche Grundlage für die Arbeitsmarktintegration von 20.000 langzeitarbeitslosen Frauen und Männern über 50 Jahren zu legen.

Denn: „Langzeitarbeitslosigkeit ist für die Betroffenen kein Spiel, und frei gewählt ist sie schon gar nicht. Die Realität zeigt, dass der Arbeitsmarkt viele Menschen allein aufgrund ihres Geburtsdatums ausschließt“, so Pühringer: „Das von der bisherigen Bundesregierung formulierte Ziel, die Langzeitarbeitslosigkeit von Menschen über 50 bis 2019 zu halbieren, muss deshalb unbedingt weiterverfolgt werden.“

SPÖ und ÖVP haben kürzlich in einem parlamentarischen Initiativantrag eine entsprechenden Änderung des Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetzes beantragt. Der Passus ermöglicht die zweckgebundene Ausschüttung von bis zu 778 Millionen Euro bis Juni 2019. Mitte Juni wird das Thema im Sozialausschuss des Parlaments behandelt. Von dort soll es, hofft Pühringer, noch im Juni in die Plenarsitzung des Nationalrats wandern und beschlossen werden.

Hartz IV gescheitert

Pühringer: „Deutschland ist mit seinem Hartz IV-Modell auf der ganzen Länge gescheitert. Unser Land hat jetzt die Chance zu zeigen, wie man es besser machen kann.“

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