AK-Goach: Arbeitnehmerrechte vor neoliberalen Angriffen schützen

(AK) – Verschärfung des Kündigungsschutzes überfällig. AK-Präsident sichert volle Unterstützung für private Pflegekräfte zu – würdige Arbeitsbedingungen gefordert.

Die Arbeiterkammer als gesetzliche Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lässt keine Spielchen und Einsparungen zu Lasten der Dienstnehmer zu. Wir kämpfen weiter für den Erhalt und die finanzielle Absicherung unseres Gesundheits- und Sozialsystems“.
Günther Goach
Wir werden auch weiterhin Arbeitnehmerrechte gegen neoliberale Rationalisierer verteidigen und nicht zulassen, dass Arbeitnehmern streitig gemacht wird, was ihnen zusteht
Günther Goach
Österreich hat nach England in der EU den schwächsten Auflösungsschutz. Eine Verschärfung des Kündigungsschutzes ist dringend notwendig, um Arbeitnehmer besser abzusichern
Günther Goach
Der Kündigungsschutz im Krankheitsfall, vor allem nach einem Arbeitsunfall, ist überfällig. Gerade bei Arbeitsunfällen ist es inakzeptabel, dass Dienstgeber sich einfach der Verantwortung entziehen
Günther Goach
Um die Arbeitsfähigkeit bis zum Pensionsantritt zu erhalten, muss man sich im Krankheitsfall in Ruhe auskurieren können, ohne Angst um den Job zu haben
Günther Goach
Die Altersentwicklung macht ein flächendeckendes und qualitativ hochwertiges Gesundheits- und Pflegesystem unerlässlich. Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre hervorragenden Tätigkeiten auch weiterhin leisten können: Ein entsprechendes Entgelt, eine Verkürzung der Arbeitszeit und genügend Personal
Günther Goach

Klagenfurt (OTS) - Anlässlich der Pressekonferenz zur Vollversammlung der AK Kärnten mit dem Schwerpunkt „25 Jahre Rechtsschutz“ am Mittwoch in Klagenfurt richtete Präsident Günther Goach seine Worte an aktuelle und künftige Verantwortliche in der Bundesregierung: „Die Arbeiterkammer als gesetzliche Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lässt keine Spielchen und Einsparungen zu Lasten der Dienstnehmer zu. Wir kämpfen weiter für den Erhalt und die finanzielle Absicherung unseres Gesundheits- und Sozialsystems“. Goach erteilte Angriffen auf das bestehende System eine klare Absage: „Wir werden auch weiterhin Arbeitnehmerrechte gegen neoliberale Rationalisierer verteidigen und nicht zulassen, dass Arbeitnehmern streitig gemacht wird, was ihnen zusteht“.

Kündigungsverbot im Krankenstand überfällig

Der AK-Präsident bekräftigte die Forderung nach einem stärkeren Kündigungsschutz: „Österreich hat nach England in der EU den schwächsten Auflösungsschutz. Eine Verschärfung des Kündigungsschutzes ist dringend notwendig, um Arbeitnehmer besser abzusichern“ Die Angst um den Arbeitsplatz sei eine schreckliche Bürde im Krankheitsfall: „Der Kündigungsschutz im Krankheitsfall, vor allem nach einem Arbeitsunfall, ist überfällig. Gerade bei Arbeitsunfällen ist es inakzeptabel, dass Dienstgeber sich einfach der Verantwortung entziehen“. Zudem, fügte Goach hinzu, müsse man bei steigendem Pensionsantrittsalter dafür sorgen, dass die Arbeitnehmer gesund bleiben: „Um die Arbeitsfähigkeit bis zum Pensionsantritt zu erhalten, muss man sich im Krankheitsfall in Ruhe auskurieren können, ohne Angst um den Job zu haben“.

Verbesserungen für Dienstnehmer im Pflege- und Sozialbereich

Volle Unterstützung sicherte Goach den Bediensteten im Gesundheits- und Pflegebereich zu, deren Forderungen derzeit von ÖVP und FPÖ im Gemeindebund blockiert werden: „Die Altersentwicklung macht ein flächendeckendes und qualitativ hochwertiges Gesundheits- und Pflegesystem unerlässlich. Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre hervorragenden Tätigkeiten auch weiterhin leisten können: Ein entsprechendes Entgelt, eine Verkürzung der Arbeitszeit und genügend Personal“. Die katastrophalen Arbeitsbedingungen würden aktuell dazu führen, dass Pflegekräfte nach sechs bis sieben Jahren aus psychischen und gesundheitlichen Gründen aus ihrem Beruf ausscheiden müssen, berichtete der AK-Präsident abschließend.

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