WK Wien: Aspern wird zur Trabantenstadt ohne Arbeitsplätze

Fehlende Straßeninfrastruktur lähmt weiteren Ausbau – Standort für Betriebe unattraktiv – Jobs werden fehlen – Ruck: Ohne Lobautunnel und Stadtstraße wird Aspern zur Schlafstadt

Aspern liegt auf Eis, wenn der S1-Lückenschluss mit Lobautunnel, die S1-Spange Aspern und die Stadtstraße Aspern nicht gebaut werden. Für Betriebe ist dieser Standort ohne Anschluss ans hochrangige Straßennetz nicht attraktiv. Derzeit ist man sogar von Wiener Neustadt schneller in der Innenstadt als von Aspern. So entsteht dort jetzt eine Schlafstadt ohne Jobs
Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien
Der Schaden ist enorm, weil wir im internationalen Standortwettbewerb immer weiter an Boden verlieren. Während andere Länder ganze Städte in zehn Jahren bauen, dauert bei uns eine Umweltverträglichkeitsprüfung so lange
Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien
Dieser kafkaeske Bürokratismus lähmt die Wirtschaft, verhindert Jobs und bringt Österreich kein Stück weiter
Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Wien (OTS) - „Aspern liegt auf Eis, wenn der S1-Lückenschluss mit Lobautunnel, die S1-Spange Aspern und die Stadtstraße Aspern nicht gebaut werden. Für Betriebe ist dieser Standort ohne Anschluss ans hochrangige Straßennetz nicht attraktiv. Derzeit ist man sogar von Wiener Neustadt schneller in der Innenstadt als von Aspern. So entsteht dort jetzt eine Schlafstadt ohne Jobs“, erläutert Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, die Konsequenzen über die neuerliche Verzögerung beim Genehmigungsverfahren zum Bau des Lobautunnels.

Österreich ist Europas Bürokratiehochburg

Ruck erneuert in diesem Zusammenhang seine Forderung nach einem institutionalisierten Standortanwalt, der wichtige Infrastrukturprojekte in Genehmigungsverfahren begleiten soll. Denn kaum wo anders in Europa braucht man länger für Genehmigungsverfahren als in Österreich. Die durchschnittliche Verfahrensdauer liegt hierzulande bei 17 Monaten, in Europa sind es lediglich 11 Monate. Bei Großprojekten wie Flughafenausbau oder Lobautunnel kann man nicht mehr in Monaten, sondern muss leider schon in Jahrzehnten rechnen. „Der Schaden ist enorm, weil wir im internationalen Standortwettbewerb immer weiter an Boden verlieren. Während andere Länder ganze Städte in zehn Jahren bauen, dauert bei uns eine Umweltverträglichkeitsprüfung so lange“, sagt Ruck.

Absurde UVP-Bürokratieverfahren

Eindrucksvoller Beweis, welches Ausmaß die Bürokratie in UVP-Prozessen angenommen hat, liefern die Einreichunterlagen zur dritten Piste am Flughafen Wien. Diese umfassten 20.000 Seiten, mussten in 37-facher Ausfertigung vorgelegt und per LKW transportiert werden. Das Drucken der Unterlagen kostete 250.000 Euro. „Dieser kafkaeske Bürokratismus lähmt die Wirtschaft, verhindert Jobs und bringt Österreich kein Stück weiter“, sagt Ruck.

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