NEOS: Wirtschaftsminister versucht mit NEOS-Positionen bei Tourismus zu punkten

Sepp Schellhorn: „Zugleich übersieht Harald Mahrer die von der SPÖVP-Regierung verursachten, strukturellen Probleme für die österreichische Tourismuswirtschaft.“

Wien (OTS) - Erfreut und zugleich verwundert reagiert NEOS-Tourismussprecher Sepp Schellhorn auf die Aussagen von VP-Wirtschaftsminister Harald Mahrer im heutigen Standard zur Zukunft des österreichischen Tourismus: „Harald Mahrers Vorschläge lesen sich großteils wie ein Copy Paste unserer Visionen für den österreichischen Tourismus.“ Allerdings sieht Schellhorn auch Widersprüche in den Aussagen des Wirtschaftsministers: „Mahrers Aussage, die Steuereröhung im Tourismus bis 2018 zu beobachten und erst dann zu bewerten, ist eine Verhöhnung der österreichischen Touristiker.“ Auch der Vergleich mit der Schweiz sei völlig unzulässig, so Schellhorn. „Die Schweiz verrechnet auf Logis 3 Prozent und hat gleichzeitig das größte Werbebudget pro Kopf und Nächtigung. Die österreichischen Touristikunternehmen können davon nur träumen. Sie haben eine Riesenbelastung bei den Abgaben und Regulierung und investieren zusätzlich aus der eigenen Tasche in ihre Werbeauftritte - obwohl das eigentlich Sache der Österreich Werbung sein sollte.“ In der Schweiz gäbe es damit eine völlig andere Rentabilität im Tourismus.

Digitalisierung: Infrastruktur das Problem

Auch die Aussage, dass sich der Tourismus mehr mit der Digitalisierung beschäftigen soll, stösst bei dem NEOS- Tourismussprecher auf Unverständnis: „Die Tourismusbranche ist hier hoch innovativ, stößt aber bei der Umsetzung immer wieder auf Probleme der Infrastruktur. Wer in den Tourismusregionen nicht mehr als ‚Edge‘ auf sein Handy bekommt, wird nicht weit kommen. Hier ist die Regierung gefragt, endlich die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“

NEOS fordern seit 2013 die nun auch von Mahrer angedachte One-in-Two-out Regel. „Ich frage mich, warum Harald Mahrer als Staatssekretär die eigene ÖVP-Fraktion im Parlament nicht dazu gewinnen konnte, unserem Vorschlag zuzustimmen?“ Dieser Widerspruch ist auch bei einer anderen Forderung Mahrers ersichtlich, so Schellhorn: „Auf der einen Seite spricht der neue Wirtschaftsminister von einer notwendigen Entbürokratisierung im Tourismus und auf der anderen Seite bremst ausgerechnet seine Partei bei der grundlegenden Reform der Gewerbeordnung. Wie passt das zusammen?"

„Jedenfalls freut es mich, dass weite Teile der neuen Forderungen der ÖVP sichtlich aus meiner Feder und damit von NEOS stammen. Wir stehen Harald Mahrer gerne für weitere Beratungsgespräche zur Verfügung. Immerhin sind wir jene Bewegung, die wie keine andere für die Wirtschaft und den Tourismus steht und kämpft,“ so Sepp Schellhorn abschliessend.

Rückfragen & Kontakt:

Parlamentsklub der NEOS
01 40110-9093
presse@neos.eu
http://neos.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEK0001