Transparenz, Nachhaltigkeit und Innovation: drei gefährdete Grundwerte, die der neue WHO-Generaldirektor in Angriff nehmen muss

Wien (OTS) - Begleitet von Streitigkeiten um die Praktiken der UN-Organisation, hat die Weltgesundheitsversammlung (WHA) soeben den neuen Generaldirektor der Weltgesundheitsorgansiation (WHO) ernannt. JTI hat im Laufe der letzten Jahre eine Reihe von Missbrauchsfällen beobachtet, die drei grundlegende Bereiche gefährden, in denen Unternehmen Schlüsselrollen spielen: Transparenz, Nachhaltigkeit und Innovation. Wir sind zuversichtlich, dass die aktuellen Praktiken von der neuen WHO-Führung sorgfältig geprüft werden.

1. Transparenz: Es hat sich eine Kultur der Zensur und der Ausgrenzung entwickelt, insbesondere bei der letzten WHO-Konferenz der Vertragsparteien zur Tabakrahmenkonvention FCTC*, wo „offene“ Gespräche hinter verschlossenen Türen stattfanden, bei denen in unmittelbarem Widerspruch zu den Grundprinzipien der Vereinten Nationen Journalisten und der Öffentlichkeit der Zutritt verwehrt war. Jede Person oder Organisation, die bei Gesprächen mit Vertretern der Tabakbranche gesehen wird – dies können auch Regierungsvertreter und Fachleute mit entsprechender Legitimierung sein – befindet sich im Visier der WHO. Der Missbrauch dieser Praktiken durch die WHO geht so weit, dass diese nun auch Druck auf andere Organisationen, vor allem UN-Organisationen, ausübt, sich ähnlich dogmatisch zu verhalten. Deshalb kam es nicht überraschend, dass die drei WHO-Kandidaten Transparenz zu einem Schwerpunktthema in ihrem Programm erklärt haben. Wir erwarten vom neuen Generaldirektor, dass er dieser Geheimhaltungskultur ein Ende setzt.

2. Nachhaltigkeit: Die aktuelle WHO-Führung hat bedauerlicherweise einen sehr eingeschränkten Blick auf die Realitäten in den Entwicklungsländern. Tabakbauern und Regierungen werden eingeschüchtert, damit sie der Ausgrenzungstaktik der WHO folgen. So gefährdet die WHO viele Programme, die die Existenzgrundlage von Tabak anbauenden Gemeinschaften verbessern und die UN-Ziele einer nachhaltigen Entwicklung erfüllen. Dazu gehören Public Private Partnerships, die konkrete Ergebnisse geliefert haben, welche nur durch stetige und gemeinsame Bemühungen erreicht werden können. Wenn hingegen Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nicht ernst genommen hätten, würde dieselbe Organisation zweifellos mit dem Finger auf sie zeigen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die neue WHO-Führung das wertvolle Fachwissen, die Ressourcen und die Sorgfalt anerkennt, welche seriöse Unternehmen den Gemeinden, in denen sie ansässig sind, bieten können und weiterhin bieten sollten.

3. Innovation: Die Tabakrahmenkonvention der WHO empfiehlt weiterhin ein Verbot oder die Einschränkung von E-Zigaretten**, obwohl diese Produkte keinen Tabak enthalten und gesundheitliche Risiken senken können. Wir hoffen auf eine Richtungsänderung in der WHO, wonach Innovation und Wahlfreiheit mit Hilfe von Forschung und Entwicklung gefördert werden und man nicht in einen Dominoeffekt von Produktverboten schlittert.

„Die WHO ist zu einer von Ideologien geleiteten Organisation geworden und bekämpft Unternehmen, Tabakerzeuger und Dampfer, wenn sie sich doch für eine genauere Überprüfung öffnen und die Verdienste von Initiativen sehen sollte, die tatsächlich erfolgreich sind, egal wie man persönlich dazu steht“, so Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Corporate Affairs & Communication bei JTI Austria. „Wir sind zuversichtlich, dass der neue WHO-Generaldirektor diese Gelegenheit nutzen wird, wieder zu den grundlegenden Dingen zurückzukehren und das Thema Transparenz in Angriff zu nehmen und dabei Nachhaltigkeit in den Entwicklungsländern objektiv zu betrachten und zur Kenntnis zu nehmen, dass die Einführung von Produkten der nächsten Generation dazu beitragen kann, einige Anliegen der Organisation in den Griff zu bekommen."

* Framework Convention on Tobacco Control
** ENDS/ENNDS: Electronic Nicotine Delivery Systems / Electronic Non-Nicotine Delivery Systems

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