SAM.I. Rescue Camp vom 25. bis 28. Mai 2017 im Burgenland: Internationale Samariterbund-Organisationen übten für den Notfall

Samariterbund-Organisationen aus ganz Europa trainierten gemeinsam mit heimischen Organisationen den Ernstfall

Wien (OTS) - Wie versorgt man ein schweres Trauma? Was ist bei einem Großunfall zu tun? Wie verhält man sich bei einer Schussverletzung? Rund um Mörbisch wurden vom 25. bis 28. Mai 2017 verschiedene Notfallsszenarien von Mitgliedsverbänden der "Samaritan International" (SAM.I) gemeinsam mit dem Landeskriminalamt, der Feuerwehr und anderen lokalen Partnern trainiert. Insgesamt nahmen rund 200 Personen an der Großübung teil. Der österreichische Samariterbund richtete die Übung aus und bereitete realitätsnahe Szenarien vor.

"Neben fachlichem Können war vor allem eine gute Zusammenarbeit der Rettungskräfte mit den verschiedenen Einsatzorganisationen gefordert. Dabei haben sämtliche Teilnehmer bewiesen, dass sie in Notsituationen rasch und effizient handeln können und zu einer guten Teamarbeit fähig sind", so Bundeseinsatzleiter Wolfgang Krenn.

Folgende Szenarien wurden simuliert:

  • Im Zuge von Hangsicherungsarbeiten stürzte ein Mitarbeiter ab und wurde gegen eine Felswand geschleudert. Verletzungen mit neurologischen Ausfällen waren die Folge.
  • Bei einer Weggabelung kam es zu einem Unfall mit einem PKW und einem Fahrrad. Ein schweres Trauma war zu behandeln.
  • Ein Badegast schlief auf einem Steg in der prallen Sonne ein. Die SamariterInnen fanden ihn bewusstseinsgetrübt vor.
  • In einer Jagdhütte fand eine "illegale Party" von Jugendlichen statt, mehrere Personen litten unter Übelkeit und starken Kopfschmerzen. Eine Reanimation war erforderlich.
  • Ein Pensionist, der unter Diabetes leidet, wurde mit einer starken Unterkühlung im Wald aufgefunden.
  • Im Weinland lag eine leblose Person mit einer Schussverletzung in einer Blutlacke.
  • Bei der Seebühne Mörbisch stürzte ein Kind von Urlaubern von einer Treppe und erlitt eine offene Unterschenkelfraktur. Die Eltern zeigten sich hilflos in der Versorgung.
  • Beim Bootausflug eines Paares kam es zu einem gefährlichen Insektenstich. Die Retter wurden von der Wasserrettung zum Patienten gebracht, der sich in einer lebensbedrohlichen Situation befand.
  • Bei einem Großunfall mit einer Explosion auf der Insel Mörbisch war eine perfekte Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen gefordert.

Darüber hinaus konnten die TeilnehmerInnen in vier verschiedenen "Funstations" ihre Fähigkeiten in Fahrtechnik, Gedächtnis und Körpertraining unter Beweis stellen.

Am Freitag besuchten LH Stv Johann Tschürtz, LAbg. Günter Kovacs und Mag. Martin Huber, Landespolizeidirektor des Burgenlandes, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Bernhard Strassner das Camp und besichtigten die einzelnen Stationen. "Ich bin beeindruckt von der großartigen Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen. Im Notfall und unter Stress muss jeder Handgriff richtig sitzen und das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Organisationen reibungslos ablaufen. Die Einsatzkräfte des Samariterbundes, der Feuerwehr und der Polizei haben bei diesem Camp bewiesen, dass wir für den Notfall bestens gerüstet sind", sagte Landeshauptmann- Stellvertreter Johann Tschürtz. Am Samstag konnten der Militärkommandant für das Burgenland Oberst Mag. Gernot Gasser sowie Bürgermeister Jürgen Marx begrüßt werden.

Landesgeschäftsführer Samariterbund Burgenland Wolfgang Dihanits: "Als Landesgeschäftsführer des Samariterbundes im Burgenland freue ich mich sehr über die Großübung des ‚Samaritan International Rescue Camp‘ rund um Mörbisch. Hier wurden diverse Notfallszenarien von Mitgliedsverbänden der internationalen Samariter-Verbände gemeinsam mit heimischen Partnern trainiert. Die vorrangigen Ziele der Rescue Übung war der Transfer von Know-how und die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsdienste im Einsatzfall. Ein großer Dank gilt auch allen ehrenamtlichen Helfern und Mitwirkenden."

Folgende Partnerorganisationen nahmen an der internationalen Übung teil:

  • Landesrettungsverein Weißes Kreuz – Associazione Provinciale di Soccorso Croce Bianca (WK, Südtirol)
  • Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB, Deutschland)
  • Associazione Nazionale Pubbliche Assistenze (ANPAS, Italien)
  • Federatia Samaritenilor Romani (FSR, Rumänien)
  • Asocice Samaritanu Ceske Republiky (ASCR, Tschechien)
  • Samarytañska Federacja Organizacji Pozarzadowych (SFOP, Polen)
  • Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs

Lokale Partner:

  • Landesregierung Burgenland
  • Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt/Umgebung
  • Gemeinde Mörbisch
  • Freistadt Rust
  • Gemeinde Oggau
  • Gemeinde Oslip
  • Landespolizeidirektion Burgenland
  • Polizeiinspektion Rust
  • Landeskriminalamt Burgenland
  • Landessicherheitszentrale Burgenland
  • Landesfeuerwehrverband Burgenland
  • Freiwillige Feuerwehr Mörbisch, Rust, Oslip, Oggau, St. Margarethen und Trausdorf am See
  • Österreichische Wasserrettung Landesverband Burgenland
  • ASKÖ Landesverband Burgenland
  • Fotoclub Pannonia
  • Rettungshundestaffel Samariterbund

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