Ausschluss von 12 Unternehmen und Personen aufgrund ihrer Rolle in einem Betrugssystem bei humanitärer Hilfe für Syrien

Washington (ots/PRNewswire) - Die Dienststelle der Generalinspektorin (Office of Inspector General/OIG) der U.S. Agency for International Development (USAID) gab den Ausschluss von 12 Unternehmen und Einzelpersonen bekannt, die aufgrund ihrer Beteiligung an einem Betrugssystem mit nachteiligen Auswirkungen für humanitäre Hilfen in Syrien gesperrt wurden. USAID-Vertreter trafen diese Entscheidung im April und schlossen damit fünf Jahre lang Orhan Senkardes, die Senkardes Company und bestimmte verbundene Einzelpersonen und Unternehmen von zukünftigen Geschäftsaktivitäten mit der US-Regierung aus.

USAID OIG, das seit 2015 Korruptionsfälle in grenzübergreifenden humanitären Hilfsprogrammen in Syrien untersucht, hat Informationen vorgelegt, die zu dieser Ausschluss-Maßnahme durch USAID führten. "Die Verfolgung von korrupten Akteuren in Syrien und den umliegenden Regionen durch das OIG bleibt weiterhin von größter Bedeutung, denn unser Ziel ist lautet, lebensrettende Hilfsprogramme vor Betrug, Verschwendung und Missbrauch zu schützen", sagte Ann Calvaresi Barr, USAID Inspector General. "Ich möchte unseren Sonderermittlern für ihre Beharrlichkeit, Einblicke und ihr kontinuierliches Engagement bei unseren Ermittlungsanstrengungen ein großes Lob aussprechen und gleichzeitig die Bereitschaft von USAID bekräftigen, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um die Mittel von Steuerzahlern als Grundlage der Arbeit des OIG zu schützen." Die Untersuchung des OIG ist noch offen und wird fortgesetzt.

Der USAID-Ausschluss der 12 Unternehmen und Individuen gilt für die gesamten US-Regierungsstellen. Die Ermittlungsarbeit des OIG leistete einen wichtigen Beitrag zu diesem Beschluss. Die Untersuchung ergab, dass Orhan Senkardes, die Senkardes Company und angegliederte Unternehmen bzw. Beschäftigte von Herrn Senkardes an einem Betrugssystem bei Auftragsvergaben mit korrupten Mitarbeitern von Nichtregierungsorganisationen beteiligt waren, unter anderem mit Luan Meraku, der von USAID finanzierte Programme umsetzte. Darüber hinaus offenbarten die Ermittlungsergebnisse, dass die Unternehmen Senkardes Company, Selkas, Forvet und Yigit Motorlu, obwohl sie alle unter der Kontrolle von Herrn Senkardes standen, bei US-finanzierten Auftragsvergaben Gebote gegeneinander abgaben unter dem Anschein des fairen und offenen Wettbewerbs. Die gesperrten Unternehmen und damit verbundene Einzelpersonen sind:

Senkardes Gida San ve Tic Ltd. Forvet Selkas Yigit Motorlu Orhan Senkardes Luan Meraku

Selcuk Benli Ismet Kalin Hecran Kalin Zerrin Nalbanoglu Erol Senkardes Erdal Senkardes

Das System for Award Management (SAM), www.sam.gov, der US-Regierung stellt weitere Informationen über jede der gesperrten juristischen und natürlichen Personen bereit, welche gegenwärtig von Transaktionen mit den Ministerien, Agenturen und Auftragnehmern der US-Regierung ausgeschlossen sind.

Bislang haben die Untersuchungen des OIG in Syrien und in der umliegenden Region ein Netz von kommerziellen Anbietern und Mitarbeitern von Nichtregierungsorganisationen identifiziert, die konspirativ an Angebotsabsprachen und mehreren Bestechungssystemen beteiligt waren und im Rahmen der Auftragsvergaben für humanitäre Hilfen in Syrien stattfanden. Die Untersuchungen bis zum heutigen Tag führten zur Aussetzung von Programmfinanzierungen in Höhe von 239 Millionen USD, zu 35 Aussetzungen bzw. Ausschluss-Entscheidungen der Agentur für internationale Entwicklung, zu 19 Rücktritten, Kündigungen oder Suspendierungen von beschäftigten Personen und zu Einsparungen in Höhe von 19,6 Millionen USD für USAID.

Im Laufe der Ermittlungen arbeitet das OIG eng mit dem USAID Bureau for Management, Office of Management Policy, Budget, and Performance, Compliance Division zusammen (dt. USAID-Behörde für Management, Amt für Management-Richtlinien, Budget und Leistungserbringung, Compliance-Abteilung). Diese Abteilung ist verantwortlich für die Erarbeitung von Empfehlungen im Hinblick auf potenzielle Aussetzung und Ausschluss-Maßnahmen seitens der Agentur.

Der Schutz von humanitären Hilfsmaßnahmen vor organisierter Kriminalität hat für das OIG-Ermittlungsbüro von USAID oberste Priorität. Neben einer offensiven Ermittlung bei Vorwürfen hat das USAID OIG auch ein Handbuch zur Betrugsaufklärung publiziert und engagiert sich aktiv in Schulungsprogrammen zur Betrugsaufklärung innerhalb des Entwicklungssektors. Das Handbuch Compliance and Fraud Prevention: A Pocket Guide for the Middle East Crisis Humanitarian Response steht auf der Webseite des OIG zur Verfügung

Jede Person, die Informationen über mutmaßlichen Betrug, Verschwendung oder Missbrauch in USAID-Programmen in Syrien und auf der ganzen Welt hat, wird aufgefordert, direkt mit dem USAID OIG Kontakt aufzunehmen.

Telefon

+1 (800) 230-6539 oder +1 (202) 712-1023

E-Mail Syrien Ermittlungsteam: syriaoiginv@usaid.gov Allgemein: ig.hotline@usaid.gov

Online über die öffentliche Webseite des OIG

https://oig.usaid.gov/content/oig-hotline

Die an OIG übermittelten Informationen werden vertraulich behandelt und OIG schützt die Identität jeder Person, die Informationen zur Verfügung stellt, im maximalen gesetzlich vorgesehenen Rahmen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro: 202-712-1150 http://oig.usaid.gov/

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