Neues Volksblatt: "Den Marsch blasen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 26. Mai 2017

Linz (OTS) - Geht es um die Frage, wie die Menschen im ländlichen Raum gehalten werden können, gibt es im Wesentlichen folgende Antworten: Arbeitsplätze, moderne Infrastruktur, leistbares Wohnen, bedarfsgerechte Kinderbetreuung. Mit anderen Worten: Es muss Geld in die Hand genommen werden um jenes attraktive Umfeld zu schaffen, das der Landflucht entgegenwirkt.
Auch die Investitionen in das oberösterreichische Landesmusikschulwerk, das gerade sein 40-jähriges Bestehen feiert, kann man unter diesem Blickwinkel sehen — auch wenn sehr ökonomisch orientierte Menschen, insbesondere Vertreter der Indus-
trie, an diesen öffentlichen Ausgaben immer wieder Kritik geübt haben.
Tatsächlich sind die Musikschulen ein wichtiger Beitrag gegen die Landflucht, weil sie — vorrangig — Kindern und Jugendlichen eine musische Ausbildung vermitteln, die wiederum vielfältig Einsatz findet: ob als Sänger im Kirchenchor, als Musiker in der Blaskapelle oder als Mitglied in der Theatergruppe, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wer aber ins dörfliche Vereinsleben eingebunden ist, wird der Heimat nicht so schnell den Rücken kehren. Mit anderen Worten: Wer der Landflucht den Marsch blasen will, muss auch das hohe Lied auf Einrichtungen wie das Musikschulwerk anstimmen, denn es leistet eine großen Beitrag zum gelungenen sozialen Gefüge auf dem Land.

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